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8.3.2017: Internationaler Frauentag

8.3.2017: Internationaler Frauentag

Internationaler Frauentag 2017:  „Politische Zeichen in Richtung Geschlechtergerechtigkeit setzen“

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 08. März und wenige Monate vor der Bundestagswahl fordert ver.di Bayern die Bundesregierung auf, jetzt noch wichtige Gesetze aus dem Koalitionsvertrag zu erlassen. „Wer politische Zeichen in Richtung Geschlechtergerechtigkeit setzen will, muss jetzt das Lohntransparenzgesetz, die Reform des Mutterschutzgesetzes und die Verbesserung des Teilzeitgesetzes beschließen“, forderte Luise Klemens, Landesbezirksleiterin von ver.di Bayern.

 „Um Familie und Beruf zu vereinbaren und nicht in Altersarmut zu geraten, braucht es ein Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit“, ergänzte dazu Bettina Messinger, Frauensekretärin bei ver.di Bayern. Das Berufsleben verlange den Beschäftigten immer mehr Flexibilität ab, gerade deshalb müsse aber auch eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht werden. Die Weiterentwicklung des Teilzeitrechts würde eine lebensphasenortientierte Arbeitszeitgestaltung erlauben.

„Der vorgelegte Gesetzentwurf zu mehr Lohntransparenz darf nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden“, erklärte Bettina Messinger. Der vorliegende Gesetzentwurf sollte aber dringend noch nachgebessert werden: „Wichtig wäre, betriebliche Prüfverfahren verbindlich festzuschreiben. Und der individuelle Auskunftsanspruch, wie das Gehalt im Vergleich zu männlichen Kollegen gestaltet ist, sollte für alle Betriebe gelten und nicht erst ab 200 Beschäftigten“, so Messinger.

Zudem sei eine Novellierung des Mutterschutzes mehr als überfällig, mahnte Messinger an. Mutterschutz müsse ohne Wenn und Aber für alle schwangeren und stillenden Frauen gelten und Rahmenbedingungen definieren, dass sich Schwangerschaft, späteres Stillen und Berufstätigkeit nicht von vorneherein ausschließen.

„Es darf nicht passieren, dass diese wichtigen Gesetzesvorhaben für Frauen in dieser Legislaturperiode nicht mehr umgesetzt werden“, fordern Luise Klemens und Bettina Messinger unisono. „Und in der nächsten Legislaturperiode packen wir die Reform der Minijobs und die Bekämpfung der Altersarmut von Frauen an“, so die Gewerkschafterinnen.

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