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Streiks in den Redaktionen bayerischer Tageszeitungen

Streiks in den Redaktionen bayerischer Tageszeitungen

09.04.2018

Vor der dritten Runde in den Gehaltstarifverhandlungen für die Redakteurinnen und Redakteuren an Tageszeitungen sind die Redaktionen von mehr als 12 bayerischen Tageszeitungen in den Streik getreten.

In Bayern beteiligen sich am Arbeitskampf die Augsburger Allgemeine, die Allgäuer Zeitung Kempten, die Nürnberger Nachrichten und die Nürnberger Zeitung, die Frankenpost Hof, der Nordbayerischer Kurier Bayreuth, das Oberbayerische Volksblatt Rosenheim, die Süddeutsche Zeitung, tz, Münchner Merkur, der Zeitungsverlag Oberbayern und das Main Echo in Aschaffenburg. Mit Warnstreiks und Solidaritätsstreiks beteiligen sich außerdem Redakteurinnen und Redakteure von HCS Content und der Neuen Presse Coburg sowie die Redaktion Digitale Medien der Süddeutschen Zeitung.

Nach wie vor geht es um die Forderung nach einer Einkommenserhöhung von 4,5 % (mindestens 200 €) für 12 Mona-te. Nach den ersten Verhandlungen liegt das Arbeitgeberangebot immer noch unterhalb der Inflationsrate mit jeweils 2,6 Prozent zum 1. August 2018 und 2019. Nach wie vor wollen sie eine Tarifvertragslaufzeit von 30 Monaten und damit die Reallohnverluste bis Mitte 2020 fortsetzen. Außerdem machen sie immer noch eine Einigung abhängig von Zugeständnissen in der Gehaltsstruktur und einer Öffnungsklausel für Entgeltumwandlung. Immerhin haben sie ein Angebot für eine einmalige Mindesterhöhung von 120 Euro gemacht. Unterm Strich hat die Gewerkschaftsseite das Angebot der Verleger als völlig unzureichend abgelehnt.