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Sozial- und Erziehungsdienste: „Überwältigender Auftakt“ in Bayern

Sozial- und Erziehungsdienste: „Überwältigender Auftakt“ in Bayern

Mehr als 6.500 Menschen bei den Aktionen zum Auftakt der Streiks 11.05.2015

In Bayern haben sich heute mehr als 6.500 Menschen an den Aktionen zum Auftakt der grundsätzlich unbefristeten Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst beteiligt. „Das ist überwältigend, denn es sind um Größenordnungen mehr, als wir eigentlich erwartet hatten“, erklärte der stv. Landesbezirksleiter von ver.di Bayern, Norbert Flach: „Damit haben die Beschäftigten eine erstes und klarstes Zeichen für ihre Entschlossenheit gesetzt“, so Flach. Die Streiks hatten am Morgen mit Schwerpunkten u.a. in Nürnberg, Fürth, Erlangen, München und Augsburg begonnen.

Norbert Flach zeigte sich vor allem auch erfreut über den Zuspruch von Eltern und ihrer Organisationen. „Dass so viele Eltern, für die der Streik ja oft nicht leicht zu bewältigen ist, sich so solidarisch zeigen, stärkt den Streikenden ungemein den Rücken“, erklärte Flach: „Wir danken den Eltern ausdrücklich für diese Unterstützung.“

Vor allem in München und Nürnberg waren viele Einrichtungen geschlossen. „Wir gehen davon aus, dass in München von 420 Tagesstätten 300 geschlossen waren, in Nürnberg von 145 etwa 120“, berichtete Norbert Flach. Darüber hinaus befinden sich unter anderen auch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Beschäftigte der Behindertenhilfe im Streik.

„Die Arbeitgeber sollten dieses erste Zeichen dringend und deutlich zur Kenntnis nehmen. Sie allein haben es in der Hand, den Streik schnell zu beenden. Sie müssen nur ihren bisher leeren Worten konkrete Taten folgen lassen“, erklärte Norbert Flach.

93,44 Prozent der ver.di-Mitglieder hatten bei einer Urabstimmung für unbefristete Arbeitsniederlegungen votiert.