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Ausverkauf der Deutschen Telekom?

Ausverkauf der Deutschen Telekom?

17.11.2017
STOP Telekom ver.di Bayern STOP Telekom

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Telekom-Beschäftigten in Bayern dazu aufgerufen, Aktionen unter dem Motto „STOP – Kein Ausverkauf der Telekom“ zu starten. Aus Sicht der Belegschaft und ver.di stellen die Überlegungen in den Sondierungsverhandlungen zu einer möglichen „Jamaika“-Koalition, die Staatsanteile der Telekom vollständig zu veräußern, eine ernsthafte Bedrohung dar. „Die Telekom könnte zu einem billigen Übernahmekandidaten ausländischer Unternehmen werden, Tausende von Arbeitsplätzen sowie die innere und äußere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland sind in Gefahr“, kritisierte Susanne Becker von ver.di Bayern.

Die CSU versuche seit Monaten mit dem Thema Sicherheit zu punkten. Daher seien CSU und CDU nunmehr in besonderer Weise gefordert, einen Ausverkauf der Telekom nicht zu befürworten. „Telekommunikationsnetze sind Teil der kritischen Infrastrukturen und damit ein potenzielles Ziel für terroristische Angriffe und Attacken“, so Becker.

Auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht mache ein Verkauf keinen Sinn. Beispielsweise haben allein 2017 die Telekom-Aktien dem Land 900 Millionen Euro Dividende beschert. „Darauf zugunsten eines kurzfristigen Verkaufsgewinns zu verzichten ist kurzsichtig und fahrlässig“, konstatierte Susanne Becker.

Die Telekom Aktie verlöre auch an Wert - bereits die Ankündigung der Regierung, zu verkaufen, würde Kursverluste nach sich ziehen. Davon betroffen wären viele Kleinanleger, die in eine vermeintlich solide Aktie investiert haben. Hedgefonds und Oligarchen würden Tür und Tor geöffnet. Das gehe vor allem auf Kosten der Gesellschaft, der Kunden und Beschäftigten der Telekom.

In zahlreichen Aktionen auf Betriebsversammlungen und Gebäuden der Telekom halten die Beschäftigten daher ein STOP-Schild hoch und fordern in E-Mails die Verantwortlichen der potentiellen Regierungsparteien (Angela Merkel, CDU, Horst Seehofer, CSU, Cem Özdemir, Grüne und Christian Lindner, FDP) dazu auf, diesen wichtigen Bundesbesitz nicht zu verkaufen.