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Postbank: Warnstreiks in Bayern bis Ende der Woche

Postbank: Warnstreiks in Bayern bis Ende der Woche

19.10.2017

In die am 24. September 2017 ergebnislos abgebrochenen Tarifverhandlungen bei der Postbank kommt wieder Bewegung. Die Verhandlungsparteien, die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Postbank, kommen am Montag, dem 23. Oktober 2017, in Berlin zu einer neuen Verhandlungsrunde zusammen. Als Grundlage dafür stellte die Postbank ein verbessertes Angebot in Aussicht. Diese Bewegung sei ein Ergebnis der bereits durchgeführten Warnstreiks, erklärte Tina Scholze von ver.di Bayern: „Die geplanten Streikmaßnahmen werden deshalb bis zum Ende der Urabstimmung in Bayern weiter fortgeführt.“

„Wir sind bereit, die Verhandlungen weiterzuführen, weil die Arbeitgeber signalisiert haben, dass sie ein verbessertes Angebot vorlegen wollen“, kommentierte ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck die aktuelle Entwicklung.

Die Urabstimmung läuft bis zum Ende der Woche weiter. Sollte sich eine entsprechende Mehrheit der Mitglieder für unbefristete Streiks aussprechen, seien diese nach dem 23. Oktober 2017 möglich, erklärte Tina Scholze.

Folgende Filialen der Postbank werden zum Ende der Woche zu Warnstreiks aufgerufen:

  • Am 20.10.:
    Filialen Weiden, Amberg und Schwandorf
    Filialen in Coburg, Kronach, Bamberg und Forchheim
  • Am 20. und 21.10.:
    Filialen Traunreut, Simbach am Inn, Burghausen, Grünwald, Taufkir-chen, Grafing, Dingolfing, Germering, Gröbenzell, Starnberg
    In München sind folgende Filialen an beiden Tagen betroffen:
    Pasing, Trudering, Bergmannstraße, Sonnenstraße, Winthirstraße, Ro-manplatz, Angererstraße, Agnesstraße, Tegernseer Platz
  • Am 21.10.:
    Filiale Ingolstadt Bahnhofstr.

ver.di fordert eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2022, die Erhöhung der Gehälter um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, eine deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen sowie weitere unternehmensspezifische Verbesserungen. ver.di hat außerdem Gesprächsbedarf zu einem Zukunftstarifvertrag, der auch Regelungen zur Digitalisierung beinhalten soll. Verhandelt wird für rund 18.000 Beschäftigte bei der Postbank, Postbank Filialvertrieb sowie der BHW-Gruppe und weiterer Tochterunternehmen (Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, BHW KSG, PB Firmenkunden AG).