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ERGO Direkt: Harmonisierung durch Personalabbau?

ERGO Direkt: Harmonisierung durch Personalabbau?

17.02.2017

Neuesten Planungen zufolge wird bei ERGO Direkt eine Zusammenlegung der Risikoträger des Lebensversicherungsgeschäfts in Erwägung gezogen; mittelfristig wohl auch der Verkauf von Lebens- und Unfallversicherungen eingestellt. Schon jetzt ist die Rede von einem Personalabbau, der 50 Arbeitsplätze betrifft. In der heute stattfindenden Jahresauftaktveranstaltung will man hierzu mehr verraten. „Aus den vielen Umstrukturierungsprogrammen der ERGO wissen wir, dass der Begriff Harmonisierung gleich zu setzen ist mit Personalabbau. Wir befürchten, dass die bekannt gewordene Abbauzahl mittelfristig höher ausfallen wird“, so der für den Versicherungsbereich in Bayern zuständige Gewerkschaftssekretär Gregor Völkl.

„In den meisten Unternehmen der ERGO Group haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei derartigen Umbaumaßnahmen noch eine Mindestabsicherung über den Flächentarifvertrages für das Versicherungsgewerbe. Dieser gilt aber nicht für die ERGO Direkt“, so Völkl. Am 20.02.2017 findet eine außerordentliche Betriebsversammlung statt. „Wir werden für die Belegschaft der ERGO Direkt verbindliche Regelungen für deren Sicherheit und Perspektive ihrer wirtschaftlichen Existenz fordern“, kündigte Völkl an.

Abschließen, wenn es eigentlich zu spät ist - so lautet ein Werbespruch der ERGO Direkt für Zahnersatzversicherung. Aufgrund der neuen strategischen Ausrichtung, die im ERGO Konzern derzeit für deren Direktversicherer geplant ist, bekommt dieser Slogan jetzt neue Bedeutung. Am 11. November 2016 war es für interessierte Kunden in der Sparte Kraftfahrzeugversicherung dann zu spät. Der Vorstand der ERGO entschied überraschenderweise am Vortag den  Verkaufsstopp ab 15 Uhr. Die Entscheidung wurde damit begründet, dass die verschiedenen ERGO Tarife zu Irritationen, beginnend beim Kunden gesorgt hätten, und um diese möglichst gering zu halten, reagiere man umgehend.

Irritationen rief dies vor allem bei den Beschäftigten der ERGO Direkt hervor. Am 14. Februar 2017 kam dann die nächste Irritation. Peter Stockhorst (Vorstandsvorsitzender der ERGO Direkt) informierte die rund 1.000 Angestellten über Veränderungen der erst im letzten Jahr vorgestellten neuen Strategie. Von Harmonisierung der Produktwelt ist die Rede und einer notwendigen Anpassung der Personalplanung.