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Sozialversicherungen: Kritik an schleichendem Personalabbau

Sozialversicherungen: Kritik an schleichendem Personalabbau

Fachbereich Sozialversicherung stellt sich neu auf 19.01.2015

Der immens gestiegene Leistungsdruck auf die Beschäftigten der Sozialversicherung war ein zentrales Thema der Landesbezirkskonferenz des Fachbereichs Sozialversicherung in ver.di Bayern. Wolfgang Fieger (Vorsitzender des Gesamtpersonalrates der AOK Bayern), der zum neuen ehrenamtlichen Landesbezirksvorsitzenden gewählt wurde, rückte das Thema der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in den Mittelpunkt der künftigen Arbeit. „Wenn die Politik schon längere Lebensarbeitszeiten durchsetzt, muss im Gegenzug alles dafür getan werden, die psychische und physische Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten und zu fördern“, forderte Fieger.

Rund 12.000 Stellen sind in den letzten Jahren bei der Bundesagentur für Arbeit weggefallen, rund 17.000 Stellen bei der Deutschen Rentenversicherung. Bei den Krankenkassen wird vielfach ein Personalabbau angekündigt, z.B. bei der BARMER GEK mit rund 3.500 Stellen, ebenso bei den Unfallversicherungsträgern, z.B. bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten Gartenbau (SVLFG) mit rund 800 Stellen.

Robert Jung, Landesfachbereichsleiter für den Bereich der Sozialversicherung, forderte, dass die Arbeitgeber mit ver.di Tarifverträge zu den Themen, Demografie, Altersteilzeit und Gesundheitsschutz abschließen sollen, statt immer nur wohlmeinende Absichtserklärungen abzugeben, denen keine Taten folgten.

Bei der Konferenz wurde der 32köpfige neue Vorstand gewählt. Dem geschäftsführenden Landesbezirksfachbereichsvorstand Sozialversicherung gehören an:

  • Wolfgang Fieger (gesetzliche Krankenkassen)
  • Angelika Neff-Lehmann (Arbeitsverwaltung) 
  • Christian Heide (Rentenversicherung)
  • Frank Siekmann (Unfallversicherung/SVLFG)