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„Post für den Vorstand  - WIR SIND BETROFFEN“

Beschäftigte bei ERGO sorgen sich um ihre Zukunft

03.12.2012

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten der ERGO in München, Thomas Dehler Straße für Mittwoch in der Zeit von 11:00 bis 12:00 Uhr zum Besuch des Aktionsstandes „Post für den Vorstand“ im Rahmen der Mittagspause im Foyer des Gebäudes auf. Hintergrund sind die erneuten Umbaupläne der ERGO Versicherungsgruppe.
Die Versicherungswirtschaft in Deutschland hat insgesamt Probleme mit dem Vertrieb von Versicherungen. Die ERGO verzeichnet einen überproportionalen Verlust an Marktanteilen. Mit den Großprojekten „Initiative Zukunft Vertrieb“, „Harmonisierung Personal“ und  „Marketing“ soll nun der große Wurf gelingen.

„Dieser Konzernumbau ist aber nichts anderes als eine erneute Ausdünnung der Belegschaft“, fasst Tina Scholze, zuständige ver.di-Sekretärin in München zusammen. „Damit dieser Konzernumbau glatt über die Bühne geht, haben die Arbeitgeber alle bestehenden Schutzvereinbarungen zum 31.12.2012 gekündigt, bzw. ersatzlos auslaufen lassen. Eine katastrophale Fehlentscheidung“, empört sich Scholze.

Statt in einer solchen Situation den Vertrieb auf geänderte Bedürfnisse umzustellen und kundenorientiert auszubauen, schwächt die ERGO qualitativ und quantitativ ihre Vertriebskraft. Etwa 2000 Stellen sollen abgebaut, die Anzahl der Regionaldirektionen soll beinahe halbiert werden. Am Standort München wären von den rund 1000 Arbeitsplätzen 250 direkt oder indirekt betroffen. „Die Beschäftigten haben begriffen „Wir sind alle betroffen“ und sorgen sich um ihre Zukunft, so Scholze.

Unter dem Motto: „Post für den Vorstand  – Wir sind betroffen“ können die Kolleginnen und Kollegen am Mittwoch ihrer Betroffenheit Ausdruck verleihen und ihre Forderungen zum Abschluss von Schutzvereinbarungen bekräftigen. Zudem werden wird der Abbau der Arbeitsplätze symbolisch dargestellt.

An diesem Tag erhält die ERGO in der Thomas-Dehler Straße Besuch vom Vorstandsvorsitzenden, Herrn Torsten Oletzky.