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Internationaler Tag der Pflege am 12. Mai

Internationaler Tag der Pflege am 12. Mai

„Mehr von uns ist besser für alle“ 11.05.2016

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) macht gegen Missstände in der Pflege mobil: ver.di ruft zum Internationalen Tag der Pflege, dem 12. Mai, bundesweit in Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen zu symbolischen Aktionen auf. Der ökonomische Wettbewerb der Krankenhäuser und der Altenpflegeeinrichtungen dürfe nicht auf Kosten der Patientensicherheit, der Qualität der Bewohnerversorgung und der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten geführt werden, erklärte Robert Hinke von ver.di Bayern. Unter dem Motto „Mehr von uns ist besser für alle“ fordert ver.di deshalb eine gesetzliche Personalbemessung für Krankenhäuser und Altenpflegeeinrichtungen.

Es müsse Schluss sein mit chronischer Überlastung durch Überstundenstress, ‚Holen aus dem Frei‘ und mangelnder Planbarkeit der Dienstzeiten, so Hinke. „Das Gesundheitswesen funktioniert vielerorts nur noch aufgrund des Engagements der Kolleginnen und Kollegen, welche dauerhaft über ihre Belastungsgrenze hinaus arbeiten“, erklärte Robert Hinke, der bei ver.di in Bayern den Fachbereich für Gesundheit und Pflege leitet. ver.di sieht in den Bergen an Überstunden eine Folge des Personalmangels und der Dominanz betriebswirtschaftlicher Kostenökonomie. Fragen der Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte sowie der Qualität der Patienten- und Bewohnerversorgung haben in vielen Häusern nur noch eine randständige Bedeutung. ver.di fordert daher für gute Pflege verbindliche Standards der Personalbemessung. Sollte der Gesetzgeber den bestehenden Handlungsbedarf ignorieren, werde man dem Beispiel der Berliner Charité folgen. ver.di hat hier vor wenigen Tagen Tarifgeschichte geschrieben und den bundesweit ersten Tarifvertrag  durchgesetzt, der dem Arbeitgeber verbindliche Vorgaben der personellen Ausstattung von Stationen vorschreibt.

In ganz Bayern machen Beschäftigte aus Krankenhäusern und Altersheimen auf das Problem der fortlaufend wachsenden Überstundenberge aufmerksam. Die Beschäftigten weisen dabei in ganz unterschiedlicher Art und Weise auf die Zahl ihrer Überstunden und ihre Belastung hin.

Im Kern geht es bei den Aktionen um die Visualisierung der zahlreichen Überstunden. Beteiligt sind unter anderen

  • Klinikum Alzenau-Wasserlos (13 Uhr, vor dem Klinikum)
  • Diakonisches Werk Würzburg (13 Uhr, bei der Paulskirche)
  • Klinikum Coburg (11.55 Uhr vor dem Klinikum)
  • Klinikum Nürnberg (11.55 Uhr vor dem Klinikum)
  • Bezirkskrankenhaus Ansbach (13 Uhr vor dem BKH)
  • Klinikum Bogenhausen/München (13 Uhr vor dem Klinikum)
  • Hessing Stiftung in Augsburg (13 Uhr, Haupteingang)