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Tag der Arbeit: ver.di fordert soziale Gerechtigkeit

Tag der Arbeit: ver.di fordert soziale Gerechtigkeit

01.05.2017

Zum 1. Mai fordert die Landesbezirksleiterin von ver.di Bayern, Luise Klemens, den „Schwächeren in Gesellschaft und Arbeitswelt wieder mehr zu ihrem Recht zu verhelfen“. Die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich drohe sonst die Gesellschaft irreparabel zu spalten.

Es sei beschämend, wie sehr die Angst vor Altersarmut und fehlender Teilhabe mittlerweile berechtigt sei. Die Zahl der armutsgefährdeten Personen habe sich in Bayern innerhalb der letzten zehn Jahre drastisch erhöht „in einem Land, das manche Politiker als Vorstufe zum Paradies bezeichnen. Aber das klingt in vielen Ohren eher wie Hohn“, kritisierte Klemens.

Wer den sozialen Frieden wolle, brauche den wirtschaftlichen Ausgleich „und endlich mehr Steuergerechtigkeit: Einen höheren Spitzensteuersatz, eine gerechte Erbschaftssteuer. Und Kapitalerträge müssen wie Arbeitseinkommen besteuert werden“, forderte Klemens.

Zur sozialen Gerechtigkeit gehören auch gleiche Bildungs-Chancen für Kinder aus sozial schwachen Familien, so Klemens: „Aber in dieser Rangliste steht Bayern auf dem letzten Platz. Wahrlich kein Ruhmesblatt“, stellte die bayerische ver.di-Chefin fest.

Klemens wandte sich „gegen die Rattenfänger populistischer Parteien“; sie spalteten unser Land und seien eine Gefahr für die Demokratie: „Nationalismus ist nicht die Lösung, sondern das Problem“, so Luise Klemens. Die Probleme der Globalisierung könnten nur in solidarischem Miteinander, nicht in nationaler Abspaltung gelöst werden. Der Brexit sei deshalb „der schwerste politische Fehler der europäischen Nachkriegsgeschichte“, kritisierte Klemens.