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Speditions-, Transport- und Logistikbranche: „Beschäftigte in …

Speditions-, Transport- und Logistikbranche: „Beschäftigte in hoher Streikbereitschaft“

2. Tarifverhandlungsrunde am 17.11. in Aschheim 16.11.2016

Am 17.11.2016 findet  die 2. Tarifverhandlungsrunde für die  Beschäftigten der bayerischen Speditions-, Transport- und Logistikbranche statt. In der ersten Verhandlungsrunde hatten die Arbeitgeber  die Forderungen von ver.di zurückgewiesen und kein Angebot vorgelegt. „Wir wollen deshalb in dieser Runde von den Arbeitgebern ein verhandlungsfähiges Angebot sehen“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Anton Hirtreiter im Vorfeld. Die Tarifparteien treffen sich in Aschheim im Hotel zur Post.

„Der vor einigen Tagen in Nordrhein-Westfalen getätigte Abschluss ist für ver.di Bayern Orientierung. Es gibt keinen Grund und Veranlassung, in Bayern einen schlechteren Abschluss als in NRW zu tätigen“, so Hirtreiter.

Der Abschluss in NRW beinhaltet folgende Regelungen:

  • Erhöhung der Löhne und Gehälter  zum 1.11.2016 um 2,8 %, und zum 1.11.2017 um  weitere 2 %.
  • Einführung einer 1. Erfahrungsstufe (Anerkennung von Beschäfti-gungsjahren) von 20 € monatlich nach dem 3. Beschäftigungsjahr  zum 1.11.2017,
  • Einführung einer 2. Stufe  von 40 € nach dem 7. Jahr zum 1.11.2018 und
  • Einführung einer 3. Stufe  von 70 € jeweils monatlich nach dem 10. Jahr zum 1.11.2019

Egal ob PaketzustellerIn oder die KollegeIn in der stationären Bearbeitung in den Depots, ob KraftfahrerIn, StaplerfahrerIn, DisponentIn oder KommissionierIn: „All diese Menschen machen einen hervorragenden Job. Sie haben deshalb auch Anspruch auf eine anständige Bezahlung - und Treue zum Arbeitgeber muss obendrauf belohnt werden“, betonte Hirtreiter.

Sollte auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein abschlussfähiges Angebot auf den Tisch gelegt werden, müsse zeitnah in den bayrischen Betrieben mit Streiks gerechnet werden, kündigte Hirtreiter an.

Insbesondere seien die Paketzustellung, aber auch Speditions-, Lager- und Transportunternehmen betroffen, präzisierte ver.di-Arbeitskampfleiter Hans-Peter Konrad. Bereits im Vorfeld der 2. Verhandlungsrunde sind in den Betrieben tausende von Unterschriften von Beschäftigten, die die Forderung unterstützen, gesammelt worden. Die Beschäftigten seien bereits „in hoher Streikbereitschaft“, berichtete Hans-Peter Konrad.