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Telekom: Warnstreiks vor der entscheidenden Verhandlungsrunde

Telekom: Warnstreiks vor der entscheidenden Verhandlungsrunde

10.04.2018

Die Warnstreiks der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), die begleitend zur laufenden Tarifrunde stattfinden, erreichen am Mittwoch, den 11. April 2018 ihren vorläufigen Höhepunkt. Gleichzeitig beginnt in Euskirchen die vierte und entscheidende Tarifverhandlungsrunde für die rund 62.000 Tarifangestellten, Auszubildenden und dual Studierenden bei der Deutschen Telekom. In Bayern ruft ver.di für Mittwoch rund 2.500 Telekom-Beschäftigte an allen Telekom Standorten auf, sich an den Warnstreiks zu beteiligen. „Die Arbeitsniederlegungen betreffen insbesondere die Kundenservice- und die Technik-Bereiche und werden sich erheblich auf die Servicequalität auswirken“, sagte der ver.di Landesarbeitskampfleiter Manfred Doppler.

Die streikenden Kolleginnen und Kollegen der Telekom werden sich auf zentralen Kundgebungen in München und Nürnberg treffen. In Nürnberg treffen sich die Streikenden der Telekom aus der Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken, Schweinfurt, Würzburg und Aschaffenburg zu einer gemeinsamen Streikveranstaltung mit den Streikenden im Öffentlichen Dienst.

Am Mittwoch, den 11.04.2018 startet um 9.15 Uhr ein Demonstrationszug der Telekom-Streikenden in Nürnberg vom Standort Deutsche Telekom Service GmbH, Kressengartenstraße 4. Bis spätestens 10 Uhr vereinigen sie sich mit den Demonstrationszügen des Öffentlichen Dienstes am Anfang des Prinzregentenufers. Von dort geht es weiter zur gemeinsamen Kundgebung der Streikenden im Öffentlichen Dienst und Deutsche Telekom AG. „Die Ausweitung der Warnstreiks soll die Entschlossenheit der Beschäftigten verdeutlichen,“ erklärte die Leiterin des Fachbereichs Telekommunikation bei ver.di Bayern, Susanne Becker: „Die Arbeitgeberseite ist gefordert, sich endlich vernünftig in den Verhandlungen zu bewegen. Eine Lösung am Verhandlungstisch ist möglich.“

In München versammeln sich alle Telekom-Streikenden aus den Regionen Kempten, Augsburg, Rosenheim, Niederbayern, München, Ingolstadt und Augsburg. Der Tag beginnt mit einer Streikversammlung um 8.00 Uhr im Augustiner-Keller. Um 9.30 Uhr startet ein Demonstrationszug zum DGB-Haus, Schwanthaler Str. 64. Um 10.30 Uhr wird der ver.di Bezirksgeschäftsführer München, Heiner Birner, zu den Streikenden sprechen. Um 10.45 Uhr zieht der Demonstrationszug weiter Richtung Marsplatz. Auf der Hackerbrücke findet gegen 11 Uhr eine Aktion mit Pappkartons statt. „Die Aktion soll symbolisieren, dass die Beschäftigten der Telekom endlich einen Durchbruch in den Verhandlungen erwarten“, erklärte Willi Geiger, ehrenamtlicher Vorsitzender des ver.di Landesfachbereichs. Willi Geiger wird auf der Abschlusskundgebung um 11.30 Uhr am Telekom Standort Marsplatz / Pappenheimstraße, zu den Streikenden sprechen.

Die Gewerkschaft ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde unter anderem eine tabellenwirksame Entgelterhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und die Vergütungen für dual Studierende soll um jeweils 75 Euro pro Monat angehoben werden.

Am Dienstag, den 10. April 2018 haben bereits rund 1.500 Telekom-Beschäftigte in Nürnberg, Regensburg, Weiden, Landshut, Passau, Deggendorf und Straubing die Arbeit niedergelegt.