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Tarifrunde Telekom: ver.di weitet Warnstreiks aus

Tarifrunde Telekom: ver.di weitet Warnstreiks aus

09.04.2018

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) weitet im Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom ihre Warnstreiks vor der entscheidenden vierten Verhandlungsrunde gezielt aus. In Bayern werden am Dienstag, den 10. April 2018 rund 1.100 Telekom-Beschäftigte in Nürnberg, Regensburg, Weiden, Landshut, Passau, Deggendorf und Straubing die Arbeit niederlegen. „Es ist damit zu rechnen, dass sich die Warnstreiks auf die Servicequalität der Telekom niederschlagen,“ so Landesarbeitskampfleiter Manfred Doppler.

„Die Telekom-Beschäftigten sind über das bisherige, völlig unzureichende Angebot enttäuscht und empört“, erklärte ver.di Landesfachbereichsleiterin Susanne Becker: „Die Be-schäftigten erwarten ein deutlich verbessertes Angebot.“

Die Tarifverhandlungen für die 62.000 Beschäftigten werden am Mittwoch und Donnerstag (11./12. April) in Euskirchen fortgesetzt. Dies ist der letzte vereinbarte Verhandlungstermin.

Zuletzt hatte ver.di Ende März im Vorfeld der dritten Verhandlungsrunde zu vollschichtigen Warnstreiks aufgerufen. An drei Streiktagen hatten sich bundesweit insgesamt 10.000 Kolleginnen und Kollegen an den Arbeitskampfmaßnahmen beteiligt.

ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde unter anderem eine Entgelterhöhung um 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und die Vergütungen für dual Studierende sollen um jeweils 75 Euro angehoben werden.