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Studiengebühren abschaffen!

Studiengebühren abschaffen!

ver.di ruft zur Unterstützung auf 16.01.2013

Am 17. Januar beginnt der Volksentscheid „Nein zu Studienbeiträgen in Bayern“. Alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger in Bayern sind dann gefragt, über die Zukunft der Studiengebühren zu entscheiden. Auch ver.di Bayern ruft zur Unterstützung auf. Linda Schneider, stv. Landesbezirksleiterin, erklärte dazu: „Zukunft beginnt mit Bildung! Studiengebühren bedeuten aber eine Einschränkung des Bildungszugangs für Kinder aus finanziell schwächeren Familien - also weniger Bildungsgerechtigkeit und weniger Zukunftschancen für junge Menschen. Deswegen: Bildung kann und darf nicht abhängig sein vom Geldbeutel – weg mit den Studiengebühren!“

Die Studiengebühren seien unsozial und ungerecht, betonte Schneider: „Sie belasten gerade die jungen Leute, die nicht mit dem goldenen Löffel auf die Welt gekommen sind“. Für die Tochter eines Arztes seien die Gebühren kein Problem – für die Tochter einer Kassiererin im Supermarkt aber sehr wohl. Herkunft dürfe aber nicht über Lebenschancen entscheiden.
Schon der hohe Fachkräftebedarf in Deutschland spreche gegen Studiengebühren, erklärte Schneider. Auch in Bayern sei die Studierendenquote im internationalen Vergleich viel zu gering. Auf mittlere Sicht habe dies katastrophale Folgen für den Wirtschaftsstandort Bayern. „Durch Studiengebühren hält man die jungen Menschen von den Hochschulen fern, anstatt sie als die Fachkräfte von morgen zu gewinnen“, kritisierte Schneider.

Bildung sei eine der wichtigsten staatlichen Aufgaben und dürfe nicht privatisiert werden. Es sei Aufgabe des Staates, für vernünftige Bedingungen an den Hochschulen zu sorgen – nicht die von Eltern oder Studierenden.

Linda Schneider rief deshalb dazu auf, sich am Volksbegehren zu beteiligen und sich in den Rathäusern einzutragen.