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WSV: Urabstimmung angelaufen

WSV: Urabstimmung angelaufen

23.04.2013

Nachdem sich Bundesinnenministerium und Bundesverkehrsministerium seit Monaten Verhandlungen über einen sozialen Sicherungstarifvertrag für die Beschäftigten der Wasser- und Schiff-fahrtsverwaltung (WSV) verschließen, hat ver.di seit gestern zur Urabstimmung aufgerufen. Hintergrund ist, dass das Bundesverkehrsministerium mit einer „Reform“ der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung die bewährte Struktur zerschlagen und umfassend bisher selbst erbrachte Tätigkeiten zukünftig privatisieren will.

In Bayern droht damit die Auflösung der Wasser- und Schifffahrtsdirektion in Würzburg sowie die spätere Zerschlagung der Wasser- und Schifffahrtsämter in Regensburg, Nürnberg, Schweinfurt und Aschaffenburg. Von den ca. 1.600 Arbeitsplätzen in Bayern sind dadurch mehrere hundert unmittelbar betroffen. „Wir wollen mit einem Tarifvertrag die dramatischen Auswirkungen abmildern und die betroffenen Beschäftigten sozial abfedern“, so Norbert Flach, stellvertretender Landesbezirksleiter von ver.di Bayern.

Norbert Flach stellte klar, dass es schon jetzt keinen Zweifel gebe, dass die notwendige Mehrheit von 75 % der Gewerkschaftsmitglieder für Streik stimmen wird. Das Ergebnis der Urabstimmung wird zu Beginn nächster Woche bekannt gegeben. „Voraussichtlich Anfang Mai werden dann die Arbeitsniederlegungen beginnen“, kündigte Flach an.