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Warnstreik bei Service4EVU in Nürnberg

Warnstreik bei Service4EVU in Nürnberg

17.07.2017

Die Tarifverhandlungen bei der Service4EVU, einer gemeinsamen Tochterfirma der Energieversorger in Nürnberg (N-ERGIE) und Frankfurt (Mainova), sind festgefahren. ver.di ruft deshalb die Beschäftigten in Nürnberg für Montag, den 17. Juli, zu einem Warnstreik auf. Kunden der N-ERGIE werden vom Warnstreik betroffen sein, kündigte Verhandlungsführer Martin Marcinek von ver.di Bayern an.

Am Standort Nürnberg ist der Zählerservice der Service4EVU angesiedelt. Durch den Warnstreik wird es an diesem Tage zu Ausfällen und Störungen bei der Montage, bei der Ablesung und der Sperrung bzw. Freischaltung von Strom- und Gaszählern kommen. Betroffen sind Privat- und Geschäftskunden der N-ERGIE, in deren Auftrag die Service4EVU arbeitet.

Bereits zum Auftakt der Haustarifverhandlungen erklärte die Geschäftsführung, dass sie nur über die Eingruppierung der Beschäftigten verhandeln möchte. Über die Forderungen von ver.di und der Beschäftigten (Erhöhung des Jahresurlaubes von derzeit 24 Tagen, Einführung eines Weihnachtsgeldes, Bezahltes Frei an Heilig Abend und Silvester, Vermögenswirksame Leistungen) sind die Arbeitgeber nicht einmal bereit zu sprechen.

„Dieses Verhalten hat die Beschäftigten verärgert und enttäuscht“, berichtete ver.di Landesfachbereichsleiter Martin Marcinek. Nachdem die Arbeitgeber trotz mehrfacher Aufforderung ihre Blockadehaltung nicht aufgegeben haben, ruft die Gewerkschaft ver.di am

  •  Montag den 17.07.2017 von 06:00-09:00 Uhr

zu einem Warnstreik in Nürnberg auf.

Ein Warnstreik, der in der letzten Woche das Coburger Callcenter der Service4EVU weitestgehend lahmlegte, hat noch kein Umdenken gebracht. „Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber zeugt nicht von Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten. Die Stimmung bei den Beschäftigten ist deshalb sehr angespannt“, erklärte Marcinek.

„Zählerkunden der N-ERGIE können am Montag eher nicht damit rechnen, dass vereinbarte Termine eingehalten werden. Auch neue Aufträge dürften eher schwierig zu erteilen sein“, kündigte Marcinek an.