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Telekom und T-Systems: ver.di ruft zu Warnstreiks und Aktionen …

Telekom und T-Systems: ver.di ruft zu Warnstreiks und Aktionen auf

Warnstreiks in Weiden, Schweinfurt, Kempten, Nürnberg, Traunstein und Augsburg 05.04.2016

In der laufenden Tarifrunde bei der Deutschen Telekom ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)  ab Dienstag erneut Telekom-Beschäftigte zu Arbeitsniederlegungen auf. Von den Warnstreiks wird insbesondere der Kundenservice der Deutschen Telekom betroffen sein. Bundesweit werden rund 3.000 Beschäftigte an unterschiedlichen Standorten die Arbeit niederlegen. In Bayern werden sich rund 600 Beschäftigte an den Standorten Weiden, Schweinfurt, Kempten, Nürnberg, Traunstein und Augsburg beteiligen. „Es ist damit zu rechnen, dass die Arbeitsniederlegungen zu erheblichen Einschränkungen in der Servicequalität der Telekom führen“, sagte ver.di Landesarbeitskampfleiter Helmut Doser.

Zum Start der Tarifrunde bei T-Systems wird es an den Standorten Nürnberg, Bamberg, Weiden, Regensburg und München zu Mittagspausenaktionen kommen. „Die Arbeitgeberseite hat bereits vor Aufnahme der Tarifverhandlungen Entgelterhöhungen ausgeschlossen“, berichtet Susanne Becker, Leiterin des Fachbereichs Telekommunikation bei ver.di Bayern. „Diese Ankündigung ist bei der Belegschaft auf Unverständnis gestoßen. Kostensenkungen auf dem Rücken der Beschäftigten durchzuführen, kann nicht hingenommen werden“, so Becker.

In der laufenden Tarifrunde für die rund 63.000 betroffenen Tarifangestellten und Auszubildenden bei der Deutschen Telekom fordert ver.di eine tabellenwirksame Entgelterhöhung um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie eine Komponente zur überproportionalen Anhebung der unteren Einkommen. Darüber hinaus will die Gewerkschaft den Vertrag über den Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen verlängern. Die Höhe der Ausbildungsvergütungen und der Vergütungen für duale Studenten soll um 60 Euro angehoben werden.

Auch bei T-Systems fordert ver.di eine Entgelterhöhung von 5 Prozent sowie den Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen.