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Paracelsus-Beschäftigte protestieren

Paracelsus-Beschäftigte protestieren

Protest am 08. März in München gegen die Verschleppung der Tarifverhandlungen 07.03.2016

Die Beschäftigten der Paracelsusklinik München-Bogenhausen werden dem Aufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) folgen und sich an den Protesten im Rahmen des bundesweiten Aktionstags am 8. März 2016 beteiligen. „Mit ihrem Verzicht auf einen Teil ihres Einkommens hat die Belegschaft in München die Sanierung der Paracelsus-Kliniken ermöglicht. Dieser Einsatz muss jetzt auch materiell honoriert werden“, sagte Gewerkschaftssekretär Christian Reischl in München. Im Rahmen des bundesweiten Aktionstags wird es am 8. März in der Mittagspause zu einer Protestaktion in der Cafeteria kommen. In dem Klinikum arbeiten rund 120 Beschäftigte.

Anlass der Proteste unter dem Motto „Jetzt sind wir dran!“, zu denen ver.di die Belegschaften in allen bundesweit 25 Paracelsus-Kliniken aufruft, ist die Verschleppung der Verhandlungen über einen einheitlichen Entgelttarifvertrag, die bereits seit Dezember 2014 andauern. Bislang werden die Beschäftigten in den einzelnen Kliniken nach hausspezifischen Regelungen unterschiedlich bezahlt. Die letzte reguläre Vergütungsanhebung erfolgte im Jahre 2012. Ab 2013 galt ein Zukunftssicherungstarifvertrag, der die Sanierung des Konzerns ermöglicht hat. Dieser Tarifvertrag ist per Ende Oktober 2015 ausgelaufen. Die Paracelsus-Kliniken profitieren dabei von niedrigeren Löhnen, die bis zum einem Viertel unter dem Niveau kommunaler Kliniken liegen.

ver.di fordert bei Paracelsus unter anderem eine Anhebung der Entgelte um 7,5 Prozent, mindestens 150 Euro monatlich, rückwirkend ab 1. November 2015 und ebenfalls um 7,5 Prozent höhere Ausbildungsvergütungen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie den Abschluss eines einheitlichen Konzern-Entgelttarifvertrags bis Ende März 2016.

Die Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 5.000 Beschäftigten von Paracelsus werden am 10./11. März 2016 in Osnabrück fortgesetzt.