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Tarifrunde Nahverkehr: Sieben Prozent mehr gefordert

Tarifrunde Nahverkehr: Sieben Prozent mehr gefordert

16.05.2018

Am Dienstag haben die Tarifvertragsparteien für den öffentlichen Nahverkehr in Bayern die Tarifverhandlungen aufgenommen. ver.di Bayern fordert für den Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) bei einer Laufzeit von 12 Monaten sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 220 Euro sowie weitere Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen. „Die Personalsituation im Nahverkehr Bayerns ist angespannt. Die Attraktivität der Arbeitsplätze muss deshalb über die Gehaltsstruktur erhöht werden“, begründete der Verhandlungsführer von ver.di, Norbert Flach, die Forderung.

Die Arbeit im Nahverkehr müsse insgesamt attraktiver werden, forderte Flach. Er appellierte an die öffentlichen Arbeitgeber, „die Gunst der Stunde zu nutzen und der gestiegenen Bedeutung des ÖPNV für städtische Verkehrspolitik und Umweltschutz Rechnung zu tragen“. Es bestehe nach seinen Worten eine „historische Chance“, den öffentlichen Nahverkehr im Bewusstsein der Öffentlichkeit und der Politik zu stärken.

Die öffentlichen Arbeitgeber haben bislang kein Angebot unterbreitet, stellten aber ein Angebot im Volumen der TVöD-Einigung in Aussicht. Die Verhandlungen wurden nun unterbrochen und werden am 30.05.2018 fortgesetzt.

Der jetzige Tarifvertrag ist zum 31.05.2018 gekündigt – damit endet die Friedenspflicht am gleichen Tag um 24.00 Uhr.

Der bayerische TV-N ist nicht Bestandteil der Verhandlungen auf Bundesebene zum TVöD, die Mitte April vorläufig abgeschlossen wurden.