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„Der Altersarmut gegensteuern“

„Der Altersarmut gegensteuern“

Internationaler Tag der älteren Generation am 06. April 05.04.2016

Anlässlich des Internationalen Tags der älteren Generation am 6. April fordert ver.di Bayern von Politik und Gesellschaft, der weiten Bevölkerungsschichten drohenden Altersarmut entgegen zu wirken. „Wenn jetzt nicht gegengesteuert wird, bewegt sich unsere Gesellschaft sehenden Auges auf scharfe soziale Konflikte zu“, erklärte Luise Klemens, Landesbezirksleiterin von ver.di Bayern.
 
Der Kampf gegen die Altersarmut habe deshalb beim DGB und den Gewerkschaften einen sehr hohen Stellenwert. Gute Tarifverträge, gutes Alterseinkommen und die Beseitigung der Deregulierung in der Arbeitswelt – diese Ziele seien nicht mehr voneinander zu trennen, so Klemens.

Trotz relativ guter tariflicher Bedingungen und auch bei einer relativ durchgehenden Erwerbsbiographie müssten viele mit erheblicher Kürzung ihres Lebensstandards im Alter rechnen, kritisierte Luise Klemens. Leih- und Zeitarbeiter und andere prekär Beschäftigte hätten nach heutigem Stand ohnehin keine Chance: „Ihre Erwerbsarmut führt zwangsläufig in die Altersarmut“, prognostizierte Klemens. Von diesem Problem seien Frauen zudem überproportional betroffen.

Die Fortsetzung der bisherigen Politik werde deshalb zwangsläufig zu einer flächendeckenden Altersarmut führen. Die Ver-suche, kärgliche Zuschussrenten einzuführen, halten die Ab-senkungswelle nach Auffassung von Luise Klemens nicht auf. Die Lebensstandardsicherung sei ein generationenübergreifendes Problem, so Klemens. „Gesellschaftsweite Altersarmut birgt sozialen Sprengstoff. Wer sozialen Frieden will, muss deshalb der Altersarmut entgegenwirken“, forderte Luise Klemens.

Als erste Gegenmaßnahmen forderte Klemens den Stopp der Absenkung des Rentenniveaus, eine Rentenversicherung, in die alle Bürger einzahlen (also auch Beamte und Selbstständige) und die Beendigung der Entnahme von Beiträgen aus der Rentenkasse für versicherungsfremde Leistungen.