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Warnstreiks in der Geld- und Wertbranche

Warnstreiks in der Geld- und Wertbranche

26.01.2017

Die Beschäftigten der Geld- und Wertbranche werden diesen Freitag (27. Januar 2017) bundesweit in den Warnstreik treten. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) rechnet damit, dass sich über 40 der bundesweit etwa 100 Firmenstandorte an den Arbeitsniederlegungen beteiligen und Auswirkungen auf die Bargeldversorgung möglich sind. In Bayern kommen die Streikenden zu einer Kundgebung in Nürnberg zusammen.

"Es ist zynisch, wenn diejenigen, die auf das Geld der Reichen aufpassen, von ihrer Arbeit nicht angemessen leben können", erklärte Luise Klemens, Landesbezirksleiterin von ver.di Bayern. Sie wird auch die Hauptrednerin bei der Kundgebung sein.

  • Kundgebung ab ca. 11.45 Uhr auf dem Kornmarkt
    (vor dem DGB-Haus), 90402 Nürnberg
  • zuvor ab 11.00 Uhr Demo durch die Innenstadt
    Start: Kornmarkt

Obwohl die rund 11.000 Beschäftigten bundesweit die gleiche Arbeit verrichten, klaffen die Löhne extrem auseinander und bewegen sich zum Teil im Niedriglohnbereich. "Da muss deutlich mehr drin sein. Das letzte Angebot der Arbeitgeber läuft darauf hinaus, dass sich der Abstand zwischen NRW und dem Osten im ersten Jahr von 4,49 Euro auf 4,34 Euro verringert. Bei solchen Schritten brauchen wir für eine Angleichung der Löhne 30 Jahre. Das ist inakzeptabel", sagte ver.di-Verhandlungsführer Volker Nüsse.

ver.di fordert eine Erhöhung der Löhne um 1,50 Euro in der Stunde und eine deutliche Angleichung der Entgelte in den unterschiedlichen Regionen und Bereichen. Die Arbeitgeber hatten zuletzt Erhöhungen zwischen 26 und 50 Cent angeboten.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 31. Januar 2017 in Frankfurt am Main statt.

Weitere Informationen: www.aber-sicher.org