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Druck auf die Postbank steigt

Druck auf die Postbank steigt

28.09.2017

Ab Freitag, 29. September 2017, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten der Postbank in München und Umgebung zu Warnstreiks auf. Betroffen sind Filialen in München, Gröbenzell sowie ab Samstag und am Montag auch in Freising.

Die Verhandlungen zwischen ver.di und der Postbank sind in der Nacht zum vergangenen Dienstag ohne Ergebnis abgebrochen worden. Die Postbank hatte zuvor ein Angebot vorgelegt, das auch eine Regelung für einen tariflichen Kündigungsschutz bis 2019 vorsah. „Ein Kündigungsschutz nur bis Mitte 2019 ist für uns aber nicht akzeptabel, da dieser in einer Phase auslaufen würde, in der wir ein hohes Risiko für Arbeitsplatzabbau sehen. Wir wollen die Beschäftigten für die Phase der Integration in die Deutsche Bank schützen“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck.

Auch beim Thema Gehalt habe es keine Annäherung gegeben, da die Arbeitgeberseite nicht bereit war, über die angebotenen 1,5 Prozent zum 1. November 2017 und 1,0 Prozent zum 1. Februar 2019 hinauszugehen. Bei einer Inflation von 1,5 bis 2,0 Prozent komme dies einem Reallohnverlust gleich.

ver.di fordert eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2022, die Erhöhung der Gehälter um fünf Prozent, eine deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen sowie weitere unternehmensspezifische Forderungen, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zudem gibt es aus Sicht von ver.di Gesprächsbedarf über Regelungen zu den Auswirkungen der Digitalisierung.

ver.di kündigte an, die Arbeitskampfmaßnahmen in den nächsten Wochen zu intensivieren und in diesem Zusammenhang in eine Urabstimmung zu einem Erzwingungsstreik einzutreten.

Verhandelt wird für rund 18.000 Beschäftigte bei der Postbank, Postbank Filialvertrieb sowie der DHW-Gruppe und weiterer Tochterunternehmen wie Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, BHW KSG, PB Firmenkunden AG.