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Tarifrunde Versicherungen: Dritte Streikwelle rollt an

Tarifrunde Versicherungen: Dritte Streikwelle rollt an

07.07.2017

Die Arbeitgeber der Versicherungswirtschaft verharren in der diesjährigen Tarifrunde weiterhin in ihrer Blockadehaltung. „ver.di ruft deshalb in Bayern für den 10.07.2017 erneut zum Streik auf. Betroffen sind die Allianz in München und Nürnberg sowie Generali und ERGO in München, jeweils inklusive der entsprechenden IT-Tochtergesellschaften“, erklärte Gregor Völkl von ver.di Bayern.

„Für den dritten Streiktag haben wir uns gezielt auf diese drei Unternehmen konzentriert“, sagte Gregor Völkl. „Am Montag werden auch in Hamburg, Köln, Düsseldorf, Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim KollegInnen dieser Betriebe im Ausstand sein“, kündigte Völkl an. Der Anreiz, die Arbeit nieder zu legen, sei damit für die bayerischen Angestellten größer, da sie ansonsten die Telefonate der anderen Standorte bearbeiten müssten. „Das wird die Streikbeteiligung nochmals steigern“, prognostizierte Völkl.

Beim jüngsten gemeinsamen Streik hatten sich bundesweit rund 10.000 Beschäftigte der Branche beteiligt. Der Arbeitgeberverband hat bislang jedoch noch keinen neuen Verhandlungstermin angeboten. „Die Arbeitgeber müssen ihre harte Haltung schnellstens aufgeben, damit ein Tarifabschluss erreicht werden kann“, forderte Völkl.

Die ver.di-Tarifkommission hat am 29. Juni beschlossen, dem Arbeitgeberverband ein Sondierungsgespräch anzubieten. „Ein Sondierungsgespräch ist aber keine Tarifverhandlung“ so Völkl weiter. „Es ist deshalb wichtig, dass wir den Arbeitgebern deutlich machen, dass die Unterstützung der ver.di-Forderungen durch die Belegschaften nach wie vor ungebrochen ist“, betonte Völkl. „Gerade von München, dem größten Versicherungsstandort in Deutschland, muss ein klares Zeichen ausgehen, dass sich die Angestellten nicht mit einem Gehaltsangebot zufriedengeben, das einen Reallohnverlust darstellt“, so Völkl.

Aktuell bieten die Arbeitgeber für einen Zeitraum von 36 Monaten eine durchschnittliche Steigerung der Gehälter um 1,1 Prozent an. ver.di fordert eine Anhebung um 4,5 Prozent bei 12 Monaten Laufzeit.