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ver.di fordert: Kein Verkauf der Generali Lebensversicherung AG

09.04.2018

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert die Pläne der Generali-Versicherung, ihre Altbestände im Lebensversicherungsgeschäft an branchenfremde Investoren zu veräußern. „Ein Verkauf der Generali-Bestände wäre angesichts der Größe der Gesellschaft ein Dammbruch für die gesamte Branche“, erklärte Gregor Völkl von ver.di Bayern.

Es drohe ein erheblicher und grundlegender Vertrauensverlust für Produkte und Kundenbeziehungen der Versicherungsbranche, mahnte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. „Wir fordern die Politik auf, nicht zuzulassen, dass ein zentraler Bestandteil der betrieblichen und privaten Altersversorgung ins Risiko gestellt wird“, so Bsirske. Mit der Auslagerung würden zudem erhebliche Arbeitsplatzverluste und Auslagerungen einhergehen, die ver.di nicht akzeptieren könne.

Hintergrund für die Generali-Pläne sind die Verpflichtungen aus hochverzinslichen Altersvorsorge-Verträgen der Vergangenheit. Davon will sich der Versicherungskonzern lossagen. Betroffen wären rund vier Millionen Verträge. Die Pläne beunruhigen nicht nur die Kunden und die Beschäftigten, sondern auch die Öffentlichkeit. „Das Vertrauen von Millionen von Bürgerinnen und Bürgern in die private Altersvorsorge wird durch derartige Managemententscheidungen entscheidend geschwächt“, betonte Bsirske. Im Interesse der Versicherten und der Beschäftigten fordert ver.di das Unternehmen auf, die Bestände der klassischen Lebensversicherung beizubehalten.

Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, haben die in ver.di organisierten Betriebsräte der Generali-Versicherung eine online-Petition gestartet [siehe https://chn.ge/2GhE0dL ]. Zusätzlich wird am Dienstag, den 10. April 2018 in Hamburg und München eine Unterschriftensammlung durchgeführt.

„Die Veränderungen und der Personalabbau bei der Generali in den letzten Jahren haben die Beschäftigten bereits im hohen Maße verunsichert. Aus unserer Sicht muss das Lebensversicherungsgeschäft im Unternehmen bleiben", forderte Gregor Völkl.