Pressemitteilungen

Tarifrunde öffentlicher Dienst: Warnstreiks werden ausgeweitet

Tarifrunde öffentlicher Dienst: Warnstreiks werden ausgeweitet

05.04.2018

Nach zwei ergebnislosen Runden, in denen sich die Arbeitgeber in Floskeln und Leersätzen verloren haben, dehnt ver.di Bayern nunmehr die Warnstreiks aus. Auf zwei zentralen Kundgebungen am 10.04. in München für Südbayern und in Nürnberg am 11.04. für Nordbayern werden jeweils mehrere Tausend Beschäftigte des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen ihren Unmut über das Verhalten der Arbeitgeber deutlich machen.

„Wir erwarten von den beiden Verhandlungsführern auf Arbeitgeberseite, Seehofer und Böhle, entsprechende Bewegung. Die Beschäftigten leisten Tag für Tag exzellente Arbeit – da braucht es nicht nur anerkennende Worte an Sonn- und Feiertagen, sondern auch Einkommen, von denen man/frau auch leben kann“, erklärte der stv. Landesbezirksleiter von ver.di Bayern, Norbert Flach.

Von den Arbeitsniederlegungen betroffen sein werden die bayerischen Wasserstraßen des Bundes, Einrichtungen der Bundeswehr, Stadtwerke, Bauhöfe, Stadtreinigung, Müllabfuhr, Wertstoffhöfe, kommunale Verkehrsüberwachungen, Krankenhäuser, Stadtgärtnereien, Kommunale Verkehrsüberwachungen, Kitas, Verwaltungen u.v.m. Die Details zu den jeweiligen regionalen Schwerpunkten der Streiks werden am kommenden Montag veröffentlicht. Wo Kitas geschlossen werden, wurden die Eltern bereits frühzeitig informiert. Im Bereich sicherheits- oder gesundheitsrelevanter Einrichtungen wurden soweit erforderlich Notdienstvereinbarungen geschlossen.

Die Gewerkschaft ver.di fordert für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat erhöht werden. Zudem verlangt ver.di, Auszubildende nach einem erfolgreichen Abschluss verpflichtend zu übernehmen.