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"ver.di wächst": Positiv für Mitglieder wie Beschäftigte

"ver.di wächst": Positiv für Mitglieder wie Beschäftigte

Interview mit Landesbezirksleiterin Luise Klemens
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Liebe Luise, der Landesbezirk Bayern startet am 07. Dezember die Pilotphase zu „ver.di wächst“. Was ist denn das Neue dabei?

Wir wollen unsere Erreichbarkeit für Mitglieder verbessern und sie direkter beraten können. Dazu haben wir in Bayern das „ver.di Zentrum“ neu geschaffen, in dem zunächst alle Anfragen der Mitglieder auflaufen werden.

Luise Klemens ver.di Bayern Luise Klemens

Und wieso ist das besser?

Unsere BetreuungssekretärInnen waren bisher Universalisten – jeder und jede war für alles zuständig. Mit der Trennung in die individuelle Beratung für jedes Einzelmitglied einerseits und die kollektive Betreuung in den Betrieben andererseits werden wir wesentlich besser auf die Bedürfnisse unserer Mitglieder eingehen können. Darüber hinaus stehen so mehr Ressourcen für die betriebliche Betreuung zur Verfügung; dadurch können wir uns auch neue Branchen und Bereiche erschließen.

Wie wirkt sich das aus?

Unsere Erreichbarkeitszeiten werden sich verlängern – wir sind für die Mitglieder dann auch vor und nach deren eigenen Arbeitszeiten erreichbar. Wir sind besser erreichbar, weil immer jemand zur Verfügung steht. Und wir sind direkter erreichbar – das vielfache Weiterleiten, das es ab und zu gab, gehört damit der Vergangenheit an.

Gibt es für die Mitglieder die Ansprechpartner in den Bezirksgeschäftsstellen dann nicht mehr?

Doch natürlich – die Mitglieder sind weiterhin in den Geschäftsstellen gerne gesehen. Das ver.di-Zentrum dient „nur“ als zentrale Anlaufstelle für diejenigen, die nicht in die Geschäftsstellen kommen können oder wollen.

Die Umstrukturierung betrifft auch die hauptamtlich bei ver.di Beschäftigten, die sich vielfach auch umstellen müssen. Wie nehmen das die Beschäftigten auf?

Wir haben dieses Modell von Beginn an gemeinsam mit den Beschäftigten entwickelt und konnten viele der bedenken bereits zerstreuen. In vieler Hinsicht haben wir hier vorbildhaft im Bereich der Organisationsentwicklung agiert. Und wir sind ja nun auch erst im Bereich der Pilotphase bei der Erprobung – wir haben jede Möglichkeit zur Nachsteuerung. Ich bin sehr zuversichtlich, dass uns der Einstieg in die Perspektive 2015 gelingen wird und dass sich das positiv für Mitglieder wie Beschäftigte entwickelt.