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"ver.di wächst!" - Da wird was draus!

"ver.di wächst!" - Da wird was draus!

Pilotphase im Landesbezirk Bayern gestartet
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Stärke – Vielfalt – Zukunft: Das war das Motto des diesjährigen Bundeskongresses in Leipzig. Dahinter stehen viele Intentionen. Es bedeutet, dass wir Gutes weiter stärken wollen, unsere unterschiedlichen Branchenbereiche noch intensiver nach vorne bringen möchten, unsere Vielfalt nutzen wollen und uns auf unsere zukünftige Aufgaben ausrichten.

ver.di wächst! Damit soll ver.di insgesamt zu einer wachsenden Organisation werden, um weiter an Handlungs- und Durchsetzungsfähigkeit zu gewinnen. Es ist ein Veränderungsprozess, an dessen „Testphase“ sich der Landesbezirk Bayern (neben dem Landesbezirk Niedersachsen/Bremen) beteiligt. Wenn die so getestete Neuaufstellung erfolgreich ist, werden diese neuen Arbeitsstrukturen auf die gesamte Organisation von ver.di übertragen.

Start für "ver.di wächst!" war bereits beim Bundeskongress 2011. Letztendlich wurde sie aber mit einer Entscheidung des Gewerkschaftsrates vom 14.06.2012 auf den Weg gebracht. Seither haben viele Kolleginnen und Kollegen mit Hochdruck daran gearbeitet, die neuen Strukturen umsetzungsfähig zu machen.

Wir wollen die Erreichbarkeit und den Service für unsere Mitglieder verbessern!

Die wichtigsten Veränderungen, die P2015 mit sich bringt, sind die Gründung eines ver.di Zentrums und die Teilung von individueller Mitgliederbetreuung (IMB) und der Kollektiven Betriebs- und Tarifarbeit (KBTA). Eine klare Aufgabenteilung zwischen diesen Bereichen sowie Verbesserungen im Bereich der internen Verwaltung sollen dazu beitragen, mehr Mitglieder, mehr Durchsetzungskraft und höhere Organisationsgrade zu erreichen. Grundlage für die Veränderungen waren dabei auch weitreichende Befragungen von Mitgliedern, wie zufrieden sie mit der Erreichbarkeit und mit der Erledigung von Beratungsanliegen sind. Daraus ergaben sich zentrale Erkenntnisse, um Schwerpunkte für die neue Arbeitsaufstellung zu setzen.

Insbesondere soll dadurch auch die Beratungsqualität verbessert werden, denn die Kolleginnen und Kollegen in den Bezirken sind hierfür besonders qualifiziert und können sich damit ganz auf Beratungen und gegebenenfalls Prozessvertretung konzentrieren.

Die Gewerkschaft Unia in der Schweiz diente als Vorbild, wie durch konsequente Umsteuerung bei der individuellen Beratung Ressourcenspielräume entstehen, die für die Betriebs- und Tarifarbeit genutzt werden können. Dieses Ziel kann auch unter unseren Rahmenbedingungen erreicht werden. Durch die Spezialisierungen und Branchenanalysen können wir uns frühzeitig auf betriebliche oder tarifliche Anforderungen einstellen und so aktiv statt reaktiv handeln.

Nach einem Jahr werden wir bewerten, wie erfolgreich wir mit der neuen Arbeitsaufstellung sind. Gradmesser hierbei sind für uns sowohl die Mitgliederzufriedenheit, die Stärkung der kollektiven Betriebs- und Tarifarbeit wie aber auch die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten.

Was machen denn die ver.di Zentren?

Zukünftig werden alle telefonischen und schriftlichen Anliegen von Mitgliedern in den ver.di Zentren aufgenommen. In Bayern gibt es ein ver.di Zentrum, das an den beiden Standorten München und Nürnberg angesiedelt ist. Hintergrund für diese zwei Standorte war es, Beschäftigte für die Arbeit im ver.di Zentrum zu gewinnen – im Flächenland Bayern wären sonst viel Ortswechsel von Beschäftigten nötig geworden. Qualifizierte KollegInnen werden sich hier, auch unter Einsatz neuer Technik, um eine zügige Bearbeitung der jeweiligen Anliegen kümmern.

Die Vorteile der Umstellung aus Mitgliedersicht:

  • Bessere Erreichbarkeit: Egal, wo jemand etwas von ver.di möchte, wird diese Anfrage bearbeitet – über Fachbereichs- oder Bezirksgrenzen hinweg
  • Längere und durchgehende Erreichbarkeitszeiten (8 bis 18 Uhr) im ver.di-Zentrum für alle telefonischen und schriftlichen (inklusive E-Mail) individuellen Anfragen.

Das ver.di Zentrum wird für alle Anliegen, unabhängig von Fachbereichs- oder Bezirkszugehörigkeit, gleichermaßen erreichbar sein. Dazu haben wir die zentralen bezirklichen Telefonanschlüsse auf das ver.di Zentrum umgeleitet.

Trotzdem werden Mitglieder, die ihre Anliegen in den Bezirksverwaltungen persönlich klären wollen, dies auch weiterhin tun können. Alle Standorte und Geschäftsstellen in ver.di Bayern bleiben bestehen und sind auch weiterhin erreichbar.

Individuelle Mitgliederberatung (IMB)

Die individuelle Mitgliederberatung bei Rechtsanfragen erfolgt zukünftig durch die „Teams Recht und Beratung“. Wir haben uns darauf verständigt, bayernweit fünf Teams zu bilden, die sich um die Anliegen der Mitglieder kümmern, sie in Rechtsangelegenheiten beraten und bei Bedarf auch die Verfahrensbegleitung bei Gericht sicherstellen.

Wichtig ist für uns, trotz der Trennung der individuellen Mitgliederbetreuung und der Betriebsarbeit eine enge Verzahnung bestehen zu lassen, so dass keine Informationen verloren gehen, die Mitgliederberatungen qualifiziert durchgeführt werden und auch bei großen betrieblichen Konflikten die Unterstützung sichergestellt ist.

Die Teams „Recht & Beratung“ setzen sich wie folgt zusammen:

  • Team 1 Kempten-Augsburg mit den Bezirksverwaltungen Kempten und Augsburg
  • Team 2 Oberbayern mit den Bezirksverwaltungen Ingolstadt, München und Rosenheim
  • Team 3 Niederbayern-Oberpfalz mit den Bezirksverwaltungen Niederbayern und Oberpfalz
  • Team 4 Franken mit den Bezirksverwaltungen Würzburg/Aschaffenburg, Schweinfurt, Oberfranken-West und Oberfranken-Ost
  • Team 5 Mittelfranken als einziges nicht bezirksübergreifendes Team für den Bezirk Mittelfranken

Wichtig war es uns aber, auch hier keine zu starke Bündelung der Beratungsstellen vorzunehmen. Somit werden Mitglieder der Teams nicht nur an den jeweiligen Bezirksverwaltungen Beratungen durchführen, sondern auch dauerhaft oder bei Bedarf an den jeweiligen Geschäftsstellen. Wichtig ist es aber, im Vorfeld Termine zu vereinbaren.