Landesbezirk Bayern

Arbeitgeber verweigert Verhandlungen zu Entgelt und Arbeitszeit

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Arbeitgeber verweigert Verhandlungen zu Entgelt und Arbeitszeit

Arbeitgeber verweigern Verhandlungen zu Entgelt und Arbeitszeit
ver.di legt weiteres Vorgehen fest

Kollegin, lieber Kollege,
am 17.05.2017 hat die erste Verhandlungsrunde stattgefunden. Die Atmosphäre war freundlich. Der Verlauf muss als enttäuschend und ärgerlich bezeichnet werden. Das Ganze war bereits nach einer Stunde beendet.
Unsere Forderungen
Zunächst haben wir die Forderungen zur Verbesserung der Einkünfte und der Arbeitsbedingungen vorgetragen und ausführlich begründet.
Entgelt:

  • Dynamische Sonderzahlung 1000,00 € im Jahr
  • Vermögenswirksame Leistungen von monatlich 06,65 €

Arbeitszeit:

  • Jahresurlaub gestaffelt nach Betriebs-zugehörigkeit auf 30 Tage
  • 24.12. und 31.12. bezahlt arbeitsfrei

Entgeltordnung:

  • Verkürzung der Stufenlaufzeiten auf jeweils 2 Jahre zum Erreichen der Stu-fen 4 und 5
  • Überprüfung der Entgeltordnungen

Geschäftsführung verweigert sich
Zunächst folgte ein Vortrag über Historie und Auftrag der service4EVU durch beide Geschäftsführer. Herr Brüssermann hat dann im Beisein von Herrn Dr. Kroha erklärt, dass man bereit sei, die Entgeltordnung zu überprüfen. Unsere Forderungen zu Entgelt und Arbeitszeit seien zwar nachvollziehbar, aber der Auftrag der service4EVU lasse eine Bewegung im Moment nicht zu.
Wir fragten, welcher Moment denn günstiger wäre, um darüber zu verhandeln. Die Antwort lautete: „Wenn der Markt dies zulasse“. Damit dürfte wohl der Sankt-Nimmerleinstag gemeint sein.
Wir haben erklärt, dass auf dieser Basis an diesem Tag nicht weiterverhandelt werden kann und wir Rücksprache innerhalb der Tarifkommission halten werden.

ver.di-Tarifkommission verärgert
Am 31.05.2017 tagte dann unsere Tarifkommission (die Verhandlungen führt eine kleinere Gruppe). Das Verhalten der Geschäftsführung weckte allgemeine Enttäuschung und Verärgerung. Die TK hat klar definiert, dass über alle unsere Forderungen verhandelt werden muss. Dies ist die Voraussetzung für weitere Verhandlungstermine und die Wahrung des Arbeitsfriedens.
Wir haben der Geschäftsführung schriftlich fünf mögliche Verhandlungstermine im Juni angeboten. Wir haben in diesem Schreiben klar gemacht, dass diese Termine aber nur zu Stande kommen, wenn die Geschäftsführung uns vorher signalisiert, dass sie bereit ist, über alle unsere Forderungen zu verhandeln.

Nachwirkung und Friedenspflicht
Am 30.06.2017 tritt die Kündigung des Manteltarifvertrages in Kraft. Wer danach noch rechtsicheren Anspruch auf die Leistungen haben will, muss bis dahin ver.di-Mitglied sein. Am selben Tag endet auch die Friedens-pflicht. Ab Juli wären also Streiks rechtmäßig.

Es ist natürlich Deine freie Entscheidung, Dich uns anzuschließen oder eben nicht. Wenn Du Dich nicht dafür entscheidest, bedauern wir das. Dann darfst Du aber auch keine Erwartungen an uns haben.

Um mehr als bisher zu erreichen, müssen wir dem Arbeitgeber geschlossen gegenüberzutreten. Unterstütze uns bitte dabei. Man trägt nämlich auch die Verantwortung für dass, was man nicht tut.

Einfacher Weg zur Mitgliedschaft: www.mitgliedwerden.verdi.de