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    Tarifverhandlungen für das private Bankgewerbe

    Tarifverhandlungen für das private Bankgewerbe

    24.08.2021

    „Seit dem 01.07. tickt die Uhr gegen die Beschäftigten. Jetzt verstreichen die Monate, für die bisher keine Gehaltssteigerung vereinbart wurde – die Zeit des tariflichen Fastens“, erklärte der für die Banken in Bayern zuständige Gewerkschaftssekretär Gregor Völkl. Beim Verhandlungsauftakt am 1. Juli 21 in Berlin habe der Verband der privaten Arbeitgeber jeden Gestaltungswillen vermissen lassen. Statt sich auf die Diskussion der eingebrachten Themen einzulassen, gab es nur ein pauschales „Nein“ zu den Forderungen von ver.di. „Ein erstes Angebot für eine Gehaltserhöhung blieben die Arbeitgeber ebenfalls schuldig“, kritisierte Völkl.

    Es ist Tradition in Bayern, zu Beginn der Fastenzeit seine Geldbörse zu waschen. Das soll für eine rosige, finanzielle Zukunft im Portemonnaie sorgen. Aus diesem Grunde ruft ver.di für den 25. August 21 um 12 Uhr am Tucherpark in München zu einer aktiven Mittagspause auf. „Wir folgen der Fastentradition und waschen unsere Geldbörse in der Hoffnung, nun zumindest ein Gehaltsangebot der Arbeitgeber zu erhalten“, so Völkl.

    Bei der Frage nach einer Erhöhung des Gehalts spielen die Arbeitgeber offenbar auf Zeit und forcieren damit die Nullmonate. Der alte Gehaltstarifvertrag lief bis zum 30.06.21. Die 2. Verhandlungsrunde findet am 26.08.21 in Hannover statt.

    ver.di fordert für die rund 140.000 Beschäftigten der privaten Banken eine Erhöhung der Gehälter um 4,5 %, mindestens 150 Euro. Die Beschäftigten sollen zudem die Wahl erhalten, ob sie die Tarifsteigerun¬g in Geld oder mehr Freizeit erhalten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Ausgestaltung der mo¬bilen Arbeit. Beschäftigte sollen einen Anspruch darauf haben, bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit mobil zu arbeiten, Für mobiles Arbeiten von zuhause sollen sie einen Anspruch auf eine Erstausstattungspauschale in Höhe von 1.500 Euro erhalten.