Pressemitteilungen

    Tarifrunde der Länder: ver.di fordert 5 Prozent mehr Gehalt

    Tarifrunde der Länder: ver.di fordert 5 Prozent mehr Gehalt

    27.08.2021

    Die Gewerkschaften gehen mit einer Forderung nach 5 Prozent mehr Gehalt und einem Mindestbetrag von 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten in die Einkommens- und Besoldungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder. „Diese Tarifrunde wird auch zeigen müssen, ob die Versprechen der Politik, dass die Folgekosten der Pandemie nicht allein auf die Arbeitnehmer*innen abgewälzt werden, gehalten werden“, erklärte dazu der stv. Landesbezirksleiter von ver.di Bayern, Norbert Flach. Beschäftigte des Gesundheitswesens im öffentlichen Dienst der Länder sollen monatlich 300 Euro mehr erhalten. Die Ausbil-dungsvergütungen sollen um 100 Euro angehoben werden.

    Der öffentliche Dienst der Länder könne nur mit guten Löhnen und guten Arbeitsbedingungen im zunehmenden Wettbewerb um Fachkräfte als attraktiver Arbeitgeber punkten, so Flach. ver.di strebt darüber hinaus mit den Ländern einen separaten „Verhandlungstisch“ zum Gesundheitswesen an.

    „Die Beschäftigten im Gesundheitswesen haben mit maximalem Einsatz gegen die Corona-Pandemie gekämpft. Das muss jetzt endlich honoriert werden“, stellte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke klar. ver.di habe die Erwartung, dass auch über „Restanten“ aus der Tarifrunde 2019 gesprochen werde. Dies betreffe etwa die Anhebung des Zeitzuschlags bei Wechselschicht- oder Schichtarbeit in Krankenhäusern sowie die Anwendung der dynamischen Zulage für Pflegekräfte auch für die Beschäftigten der ambulanten und stationären Pflege im Justiz- und Maßregelvollzug und den Landeskrankenhäusern. Zudem erwartet ver.di, dass Verhandlungen über tarifliche Regelungen für studentische Hilfskräfte aufgenommen und die Verhandlungszusage über Straßenbetriebsdienst und Straßenbau eingelöst werden.

    Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) für rund 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte (940.000 Vollzeitstellen) und 48.000 Auszubildende im öffentlichen Dienst der Länder (außer Hessen) werden am 8. Oktober 2021 in Berlin aufgenommen.

    ver.di fordert die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten und die Versorgungsempfänger im Bereich der Länder sowie im Bereich der Kommunen.