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Tarifrunde Länder: Auftakt zu Warnstreiks in Bayern

Tarifrunde Länder: Auftakt zu Warnstreiks in Bayern

11.02.2019

Auch in der 2. Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder am 06.-07. Februar haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. „In dieser Woche wird es daher auch in Bayern zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen der Landesbeschäftigten kommen“, erklärten die ver.di-Tarifexperten Norbert Flach und Peter Hoffmann. ver.di ruft für den 12.02. als erste diverse Dienststellen im Großraum Rosenheim zum ganztägigen Warnstreik auf.

Neben den Arbeitsniederlegungen am Dienstag wird es am Mittwoch zu ganztägigen Warnstreiks in der Oberpfalz sowie in Würzburg, u.a. auch am dortigen Uniklinikum, kommen. In Würzburg ist auch ein Demonstrationszug mit anschließender Kundgebung geplant. Am Donnerstag folgen dann Arbeitsniederlegungen im Raum München.

„Die Lohnentwicklung der Beschäftigten der Länder hinkt deutlich hinter der Gesamtwirtschaft und der im übrigen öffentlichen Dienst hinterher. Trotzdem sehen sich die Arbeitgeber bisher nicht in der Lage, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, kritisierte Hoffmann. Selbst im Berufsfeld der Krankenpflege, in dem gesetzlich sichergestellt ist, dass tarifliche Erhöhungen vollständig refinanziert werden, verweigern sich die Arbeitgeber hartnäckig.

Hintergrund:
ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder Verbesserungen von 6 Prozent, mindestens aber eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 200 € sowie zusätzlich 300 € für die Pflegebeschäftigten. Für die Auszubildenden fordert ver.di eine Erhöhung der Vergütungen um 100 Euro.