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Bankgewerbe: Ganztägige Warnstreiks in Bayern

Bankgewerbe: Ganztägige Warnstreiks in Bayern

02.04.2019

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Bankbeschäftige in Bayern vor der dritten Verhandlungsrunde für Freitag, den 05. April 2019 zu Warnstreiks aufgerufen. Anlass sind die stockenden bundesweiten Tarifverhandlungen für die rund 200.000 Beschäftigten bei den privaten und öffentlichen Banken.

  • In München sind am 5. April unter anderem Beschäftigte der Deutschen Kreditbank (DKB), Bayrischen Landesbank, der Landesbausparkasse (LBS Bay-ern) sowie der UniCredit mit zugehörigen Tochtergesellschaften zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Es findet hierzu eine Kundgebung im DGB-Haus um 9:00 Uhr statt.
  • In Nürnberg sind zeitgleich die Beschäftigten der Bayrischen Landesbank, der Commerzbank (Region Bayern Nord) und der UniCredit (Nürnberg und Region) einschließlich der zum genannten Gebiet gehörigen Filialen zu einem Demonstrationszug um 9:00 Uhr ab dem Lorenzer Platz zum DGB Haus am Kornmarkt aufgerufen.

„Die Arbeitgeber haben diese Warnstreiks provoziert. Sie machen die Fortführung der Verhandlungen davon abhängig, dass ver.di nahezu alle Forderungen zurücknimmt. Das ist ein brüskierendes Vorgehen, das sich die Beschäftigten natürlich nicht gefallen lassen“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Meister.

ver.di fordert in der Tarifrunde 6 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Beschäftigte mit einer übertariflichen Bezahlung will ver.di eine entsprechende Dynamisierung der Gehälter durchsetzen. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütung um 100 Euro. Des Weiteren will ver.di in der Tarifrunde neben einer deutlichen Gehaltserhöhung vor allem über Regelungen zur Arbeitsbelastung und Weiterbildung verhandeln. Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt bei den Banken sehr rasch und tiefgreifend, darum fordert ver.di einen verbindlichen Anspruch der Beschäftigten auf Weiterbildung. Durch Rationalisierungen und ständige Umstrukturierung ist die Arbeitsbelastung immer mehr angestiegen. Aus diesem Grund fordert ver.di für alle Beschäftigten sechs Gesundheits- und Entlastungstage. Um den unterschiedlichen Bedarfen der Beschäftigten gerecht zu werden, sollen die Bankbeschäftigten zwischen Gehaltssteigerung oder Freizeit wählen können.