Öffentlich-Rechtliche Bayern

Erneuter Streik beim Bayerischen Rundfunk

Pressemitteilung vom 14.06.2024

München, den 18. Juni 2024

Erneuter Streik beim Bayerischen Rundfunk

Im Rahmen der Tarifauseinandersetzung mit dem Bayerischen Rundfunk ruft die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten am Standort München-Freimann am 18.6.2024 von 14 Uhr – 01 Uhr zum Warnstreik auf. Es ist mit Einschränkungen und Ausfällen im Programm des Bayerischen Rundfunks, insbesondere dem Fernsehen zu rechnen.

„Zum heutigen Treffen der Intendantinnen und Intendanten setzen wir mit diesem Warnstreik ein deutliches Zeichen, dass die Blockadehaltung der Arbeitgeberseite in den Gehaltsverhandlungen ein Ende haben muss. Wir treten seit über einem halben Jahr auf der Stelle, denn auch in der vierten Runde der Gehaltsverhandlungen hat der BR sein mageres Angebot nicht nachgebessert. Die Beschäftigten sind sauer!“, erläutert Annette Greca, zuständige Gewerkschaftssekretärin für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bei ver.di Bayern.

Die Beschäftigten des Bayerischen Rundfunks dürfen mit den Auswirkungen der Inflation nicht alleingelassen werden. Wenn sich die Arbeitgeberseite nicht bewegt und eine signifikante Erhöhung der Gehälter und Honorare anbietet, wird ver.di die Streiks ausweiten.

Die fünfte Verhandlungsrunde ist für den 8. Juli terminiert. Für diesen Termin erwartet ver.di eine deutliche Verbesserung des Angebots, um den signifikant gestiegenen Lebenshaltungskosten Rechnung zu tragen.

Der BR bietet nach vier Verhandlungsrunden eine lineare Steigerung von 2,25% für 2024 – eine weitere Erhöhung der gezahlten Löhne um 2,46% im Jahr 2025, will er von der Umsetzung des KEF-Berichts abhängig machen.

Die Gewerkschaft ver.di fordert eine Erhöhung um 10,5%, mindestens aber 500€.

Für Azubis, Volontäre, dual Studierende und Werkstudierende fordert ver.di 10,5%, mindestens aber 250€.

Für die festen Freien stehen neben der Forderung nach 10,5% Honorar-Plus auch noch strukturelle Themen auf dem Forderungszettel.