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Unsere Alternative: Solidarität

Unsere Alternative: Solidarität

13.09.2017

Populisten haben weltweit Hochkonjunktur. In Deutschland versteht sich die AfD als Partei für die Abgehängten dieser Gesellschaft. Vermeintlich oder tatsächlich Zukurzgekommene sollen die Schuld für ihre missliche Lage beim »Establishment« suchen und nicht merken, dass sie mit der Politik der AfD noch schlechter dran wären.

Wenn Gewerkschaftsmitglieder überproportional häufig AfD wählen, läuft etwas schief. Als Gewerkschaft sind wir zwar parteipolitisch neutral, aber unpolitisch sind wir nicht. Wir vertreten die Interessen unserer Mitglieder. Wählt ein Teil dieser Mitglieder Parteien, die ganz offensichtlich Arbeitsrechte, die Mitbestimmung oder gleich den ganzen Sozialstaat in Frage stellen, müssen wir handeln. Nicht indem wir jemanden ausgrenzen oder gar an den Pranger stellen, sondern durch Information, Aufklärung und Diskussion.

Zu diesem Zweck hat eine Arbeitsgruppe des ver.di-Landesbezirks Bayern diese Broschüre erarbeitet. Sie soll bei der Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen Positionen in ver.di und in der Gesellschaft helfen. Es ist zuletzt schwieriger geworden, die AfD zu »stellen«. Seit sie gemerkt hat, dass ihre Positionen zum Teil nicht salonfähig sind, verfasst sie weichgespülte Programme, gut zu sehen am Bundestagswahlprogramm 2017.

Das hindert AfD-Funktionäre allerdings nicht an markigen Sprüchen. Und an denen erkennt man eben doch: Im Kern ist diese Partei arbeitnehmerfeindlich und rassistisch – und deshalb für Gewerkschafter keine Alternative.