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Druckindustrie: Streiks für den Flächentarifvertrag

Druckindustrie: Streiks für den Flächentarifvertrag

01.02.2019

Auch ein weiterer Anlauf, die auf Bundesebene festgefahrenen Tarifverhandlungen in der Druckindustrie wiederaufzunehmen, ist ohne Ergebnis geblieben. Für die Belegschaften in den bayerischen Betrieben der Branche bedeutet dies, dass die Streiks, die im Oktober begonnen haben, fortgesetzt werden. „Wir wollen deshalb endlich Verhandlungen mit dem bayerischen Arbeitgeberverband, um wenigstens hierzulande einen Flächentarif zu erreichen“, erklärte Christa Hasenmaile, Leiterin des Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie bei ver.di Bayern.

Gestreikt wurde jetzt – zum Teil mehrfach und in der Regel ganze Tage – beim Mainecho Aschaffenburg, beim Augsburger Druck und Verlagshaus, bei Eberl Immenstadt, Kösel in Altusried, Pustet und der Mittelbayerischen Zeitung in Regensburg, beim Oberbayerischen Volksblatt Rosenheim, im Druckzentrum der Süddeutschen Zeitung in München, bei der Allgäuer Zeitung in Kempten, beim Nordbayerischen Kurier Bayreuth und bei der Druckerei Mayer & Söhne in Aichach. In den Streikbetrieben wird es in den nächsten Tagen immer wieder Aktionen geben, weitere Betriebe werden folgen.

Nach wie vor kämpfen die Beschäftigten in den Druckereien, darunter auch Zeitungsbetriebe, um eine Einkommenserhöhung von fünf Prozent für Gewerbliche, Angestellte und Auszubildende und um die Wiederinkraftsetzung des Manteltarifvertrags, der vom Arbeitgeberverband zum Herbst 2018 gekündigt wurde. In einigen tariflosen Betrieben, die von ver.di Bayern zu Tarifverhandlungen aufgefordert wurden, geht es aktuell um eine Einkommenserhöhung von fünf Prozent.

Da auf Bundesebene offensichtlich keine Einigung möglich sei, so Hasenmaile, wäre ein bayerischer Abschluss sinnvoll und erstrebenswert.