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US-Truppenabzug aus Vilseck und Grafenwöhr

US-Truppenabzug aus Vilseck und Grafenwöhr

29.07.2020

Schock für die Oberpfälzer Arbeitnehmer*innen bei den Stationierungsstreitkräften: Nach Medienberichten des SWR und des ONETZ werden Grafenwöhr und Vilseck von dem geplanten Abzug der US-Streitkräfte drastisch betroffen sein. Besonders der geplante Abzug des 2. US-Kavallerieregiments aus Vilseck mit über 4.000 Soldaten und weiterer kleinerer Einheiten aus Grafenwöhr wird massive Auswirkungen haben. “Die Region steht unter Schock. Wir machen uns große Sorgen um die Zukunft unserer Kolleginnen und Kollegen”, erklärte ver.di Fachgruppenvorsitzender Wolfgang Dagner und forderte die Politik auf, die Beschäftigten bei der Sicherung ihrer Arbeitsplätze zu unterstützen.

“Wir fordern die sofortige Einrichtung eines Runden Tisches unter Teilnahme der Bayerischen Staatskanzlei, der Bundes- und Landtagsabgeordneten aus der Region, der Bürgermeister aus den Truppenübungsplatz-Randgemeinden, der betroffenen Betriebsvertretungen und der Gewerkschaft ver.di”, forderte der Bezirksgeschäftsführer von ver.di Oberpfalz, Alexander Gröbner.

“Ob und welche Auswirkungen der Abzug auf zivile Beschäftigte hat, wird sich in seinem vollen Umfang erst zeigen. Jedoch befürchten wir, dass dieser Einschlag langfristig eine größere Anzahl an Arbeitsplätzen kosten wird”, kommentierte die zuständige Gewerkschaftssekretärin Kathrin Birner.

“Dass Präsident Trump im Wahlkampf den Abzug von Soldaten aus Deutschland entgegen aller Ratschläge durchzieht, ist eine kindische Trotzreaktion mit bitteren Folgen”, kritisierte der stellvertretende ver.di Landesbezirksleiter Norbert Flach. Er fordert die Bayerische Staatsregierung nachdrücklich auf, für die betroffene Region einen Schutzschirm zu spannen. “Am Runden Tisch müssen wir schauen, wie der zu befürchtende Verlust von mehreren hundert Arbeitsplätzen und mindestens 50 Millionen Euro Wirtschaftskraft per anno kompensiert werden kann. Die Region alleine kann das nicht schaffen“, betonte Norbert Flach. Die Beschäftigten seien bereit, für und um ihre Arbeitsplätze zu kämpfen, resümierte Wolfgang Dagner.