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Corona: Laufzeit der Künstlerhilfe anpassen

Corona: Laufzeit der Künstlerhilfe anpassen

19.01.2021

Bereits am 8. Januar wandten sich die Selbstständigen in ver.di Bayern an bayerische Spitzenpolitiker mit der Bitte, die „Laufzeit der Künstlerhilfe an die Laufzeit des Lockdowns“ anzupassen. Auf diesen Brief von ver.di-Landesbezirksleiterin Luise Klemens an Ministerpräsident Markus Söder sowie die Staatsminister Aiwan-ger und Sibler gab es bislang aber noch von keiner Seite eine Antwort. Die Selbstständigen wenden sich nun mit ihrem Anliegen und der Bitte um Unterstützung an die Landtagsfraktionen, „denn die zuständigen Spitzen der Politik ducken sich bis dato weg“, kritisierte Klemens.

Seit Mitte Dezember kann die 2. Bayerische Künstlerhilfe beantragt werden. Sie gewährt den Künstler*innen, die aufgrund der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie durch ein faktisches Berufsverbot existenzbedrohende Einnahmeverluste haben, rückwirkend und in begrenztem Maß für die Monate Oktober bis Dezember eine kleine, aber dennoch wichtige finanzielle Unterstützung. „Als Vertretung der Soloselbstständigen in Bayern begrüßen wir diese Maßnahme ausdrücklich“, betonte Luise Klemens.

Nun erfordert aber die bundesweit beschlossene und in Bayern entsprechend umgesetzte Verlängerung des Lockdowns eine ebenso schnelle Reaktion. Die Selbstständigen in ver.di fordern daher dringend, die Laufzeit der bestehenden Maßnahmen zur Unterstützung der bayerischen Kultur- und Kreativwirtschaft an die Laufzeit der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie anzupassen. „Die bereits bewilligten Hilfen müssen sofort unbürokratisch verlängert werden und die entsprechenden Gelder in den jeweils betroffenen Monaten sofort ausgezahlt werden“, forderte Klemens.

In diesem Zusammenhang weist ver.di auch nochmals darauf hin, dass der erleichterte Zugang zur Grundsicherung für die Selbstständigen keine akzeptable Lösung darstellt, sondern nur den Einstieg in Not und Verarmung bedeutet.

Die Künstlerhilfe stellt überdies für die Betroffenen zwar eine willkommene Unterstützung dar. Viele Soloselbstständige aus anderen Branchen und vor allem aber mit hybriden Einkommensmodellen werden davon bisher aber nicht erfasst. „Hier erkennen wir noch breiten Nachsteuerungsbedarf“, so Luise Klemens.