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Tarifrunde Länder: Mehr als 5.000 bayernweit im Streik

Tarifrunde Länder: Mehr als 5.000 bayernweit im Streik

26.02.2019

Im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst der Länder Ende Februar haben sich heute deutlich mehr als 5.000 Beschäftigte an den Warnstreiks in ganz Bayern beteiligt und damit mehr als doppelt so viele, wie ver.di erwartet hatte. „Das ist ein äußerst starkes Signal und stärkt der ver.di-Verhandlungskommission den Rücken“, betonte Luise Klemens, Landesbezirksleiterin von ver.di Bayern und Hauptrednerin in München.

In Erlangen trafen sich 2.500 zur Kundgebung, in München 2.000 und in Regensburg annähernd 1.000 Beschäftigte aus Uni-Klinika, Museen, Ämtern, Straßen- und Autobahn-Meistereien, Studentenwerken, Theatern, der Schlösser- und Seenverwaltung sowie weiteren Dienststellen.

„Das Herumlavieren am Verhandlungstisch akzeptieren wir nicht länger“, erklärte der Tarifkoordinator von ver.di Bayern, Norbert Flach, als Hauptredner in Erlangen. Die Arbeitgeber seien nun in der dritten Verhandlungsrunde am Zug, endlich ein verhandlungs- und abschlussfähiges Angebot auf den Tisch zu legen.

Peter Hoffmann vom Tarifsekretariat Bayern betonte in Regensburg die Bedeutung von Tarifsteigerungen für das Pflegepersonal: „Der Personalmangel ist hier dramatisch. Nur mit besseren Löhnen kann Nachwuchs dafür gewonnen werden“, so Hoffmann.

Hintergrund:
ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder Verbesserungen von 6 Prozent, mindestens aber eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 200 € sowie zusätzlich 300 € für die Pflegebeschäftigten. Für die Auszubildenden fordert ver.di eine Erhöhung der Vergütungen um 100 Euro.