Tarifvertrag Nahverkehr Bayern

Arbeitsbedingungen im ÖPNV werden neu verhandelt

Pressemitteilung vom 05.12.2023

Verhandlungen über Arbeitsbedingungen im kommunalen Nahverkehr – ver.di Bayern übergibt Erwartungen an die Arbeitgeber

Es gibt einen dramatischen Mangel an Arbeitskräften im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Sowohl in den Metropolen wie München oder Nürnberg als auch im ländlichen Raum, fallen heutzutage täglich Busse und Bahnen aus, weil es nicht genug Personal gibt. Bundesweit sind von der Tarifrunde über 100 kommunale Unternehmen in den Städten und Landkreisen betroffen. In Bayern wird verhandelt, ohne dass der bestehende Tarifvertrag gekündigt wird.

Denn die Arbeitsbedingungen im ÖPNV sind weit davon entfernt, konkurrenzfähig zu sein. Die Verkehrswende benötigt dringend eine echte Arbeitswende im Verkehrswesen. „Nachdem es in diesem Jahr gelungen ist, eine Entgeltsteigerung im Tarifbereich TV-N durchzusetzen, wollen wir die Arbeitgeber jetzt an ihre Zusage erinnern, 2024 mit uns über die Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu sprechen“, betont der stellvertretende ver.di-Landesbezirksleiter Sinan Öztürk.

„Allein um die demographisch bedingten Abgänge in die Rente auszugleichen, muss es gelingen, mehrere tausend neue Beschäftigte für den ÖPNV in Bayern zu gewinnen. Das wird nur mit einer deutlichen Steigerung der Attraktivität der Arbeitsplätze funktionieren“, so Öztürk weiter.

Die ver.di-Tarifkommission hat sich über die wichtigen Hebel verständigt, die für eine nachhaltige Verbesserung des Tarifvertrags bedient werden müssen. Mit Delegationen in München und Nürnberg, sollen diese Erwartungen an den KAV München sowie die Verhandlungsführerin des Arbeitgeberverbands in Nürnberg übergeben werden.