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Streiks bei Druck und Papier

Streiks bei Druck und Papier

20.11.2018

Für Lohnerhöhungen und für den Erhalt ihrer tariflichen Arbeitsbedingungen streiken derzeit die Beschäftigten in der Papier- und Kunststoffverarbeitung und in der Druckindustrie, auch und gerade in Bayern. An den Streiks haben sich in Bayern bisher drei Betriebe aus dem smurfit-Kappa-Konzern in Neuburg, Plattling und Feucht beteiligt, die Belegschaft von Bischoff und Klein in Konzell, Sengewald und Coveris in Rohrdorf, VG Nicolaus in Kempten und STI Neutraubling.

In der Papier- und Kunststoffverarbeitung sind von ver.di sechs Prozent Einkommenserhöhungen gefordert, die Verhandlungen gehen jetzt in die zweite Runde. "Wir wollen einen raschen Tarifabschluss, es gibt keinen Grund, die Beschäftigten auch nur einen Tag länger warten zu lassen“, so Fachbereichsleiterin Christa Hasenmaile.

Um Geld geht es auch in der Druckindustrie, gefordert sind fünf Prozent mehr für alle Beschäftigten und auch für die Auszubildenden. Nach mageren Abschlüssen in den letzten Jahren, so Hasenmaile, wollen die Beschäftigten endlich spürbare Einkommenserhöhungen.

Mehr Brisanz liegt inzwischen allerdings in der Auseinandersetzung um den Manteltarifvertrag, der von den Arbeitgebern gekündigt wurde. "Hier geht es ans Eingemachte", so Christa Hasenmaile, "sprich um Arbeitszeit, Sonderzahlungen, Zuschläge und andere materiell wichtige MTV-Regelungen." Weiter verhandelt wird am 22. November.

Etliche Druck- und Zeitungsbetriebe haben seit Oktober gestreikt, aktuell wurden und werden bestreikt Erhardi Druck und das Druckzentrum der Mittelbayerischen Zeitung in Regensburg, die Technik beim Main Echo Aschaffenburg, Huhtamaki Ronsberg und der Nordbayerische Kurier Bayreuth. Die Streiks werden bis zum Verhandlungstag fortgesetzt und ausgeweitet.