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Tarifrunde Postbank: Warnstreiks werden ausgeweitet

Tarifrunde Postbank: Warnstreiks werden ausgeweitet

06.10.2017

Die Warnstreiks im Tarifkonflikt bei der Postbank werden ausgeweitet. Nun werden sich auch die Backoffice-Einheiten der Postbank ins Streikgeschehen einreihen. In München werden die Beschäftigten der Servicebereiche am 09.10. ihre Arbeit niederlegen. Dies wird u.a. Auswirkungen auf die Abwicklung des Zahlungsverkehrs der Postbank und deren Geschäfts- und Firmenkunden haben. Durch das Mandantengeschäft, welches das Betriebscenter für Banken (BCB) betreibt, werden auch Kunden der Unicredit und Deutsche Bank betroffen sein.

„Damit erhöhen wir weiter den Druck auf die Postbank, damit sich etwas bewegt in Richtung abschlussfähiges Angebot, das uns die Arbeitgeberseite in der bisherigen Tarifrunde schuldig geblieben ist“, erklärte Tina Scholze von ver.di Bayern.

Auch mit Filialschließungen müsse weiter gerechnet werden, berichtete Scholze. So werde zum Beispiel am Montag, den 09.10. die Filiale Am Stein in Ingolstadt (Innenstadt) geschlossen bleiben.

Ab dem 10. Oktober wird dann die Urabstimmung gestartet. „Wir werden sehen, wie die Beschäftigten in den kommenden beiden Wochen abstimmen und ob es dann ab Ende Oktober zu flächendeckenden unbefristeten Streiks bei der Postbank kommen wird“, so Scholze.

Die Arbeitgeberseite hatte am letzten Montag ein erstes Angebot vorgelegt, welches aber insbesondere mit Blick auf die Laufzeit des Kündigungsschutzes von ver.di als völlig unzureichend zurückgewiesen wurde.
 
ver.di fordert eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2022, die Erhöhung der Gehälter um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, eine deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen sowie weitere unternehmensspezifische Verbesserungen. ver.di hat außerdem Gesprächsbedarf zu einem Zukunftstarifvertrag, der auch Regelungen zur Digitalisierung beinhalten soll.

Verhandelt wird für rund 18.000 Beschäftigte bei der Postbank, Postbank Filialvertrieb sowie der BHW-Gruppe und weiterer Tochterunternehmen (Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, BHW KSG, PB Firmenkunden AG).