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Corona: Öffentlicher Dienst im Fokus

Corona: Öffentlicher Dienst im Fokus

30.04.2020

„Der öffentliche Dienst mit seinen Dienstleistungen zur Daseinsvorsorge ist wichtiger denn je“, stellt Brigitte Zach vom Fachbereich Gemeinden bei ver.di Bayern zum 1. Mai fest. Damit alles in Zeiten von Anordnungen und Kontaktverboten trotzdem funktioniert, sei die Umsetzung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes besonders wichtig. „Gerade jetzt, wo es um Lockerungen geht, müssen die öffentlichen Arbeitgeber gemeinsam mit den betrieblichen Interessenvertretungen die Arbeitsabläufe überprüfen und den größtmöglichen Schutz für die Beschäftigten umsetzen“, so Zach.

Der Betrieb müsse auch in Zukunft in der Verwaltung mit all ihren verschiedenen Bereichen aufrecht erhalten werden können. Gerade in Bereichen, in denen in Teams gearbeitet wird, wie z.B. in Bauhöfen oder wo Schutzmaßnahmen nicht oder nur eingeschränkt möglich sind, wie z.B. in den Kinderbetreuungseinrichtungen, sei ein zwischen den Betriebsparteien ausgearbeitetes Konzept von großer Bedeutung, so Zach. Die Maßnahmen erfordern Akzeptanz von den Beschäftigten, den Bürgern und die Sicherheit, dass diese Maßnahmen auch in Konfliktfällen zum Tragen kommen. „Schließlich wollen wir alle gut und gesund durch diese Phase kommen“, so Zach.

Wenn das ganze Land sich nach Lockerung sehnt, sei Augenmaß und Achtsamkeit gefordert. Eventuelle Lockerungen sollen ja auch Bestand haben und in Schritten weiter ausgebaut werden können, aber nicht auf Kosten der Gesundheit.

Noch nie musste so eine Pandemie gemeistert werden. Jeden Tag könne sich eine neue Situation ergeben und angepasste Arbeits-abläufe erfordern. Da kommt es auf gutes Zusammenarbeiten und gegenseitige Rücksichtnahme an.

Es gäbe derzeit viel über systemrelevante Berufe und Tätigkeiten zu sprechen, aber auch nach dem 1. Mai dürfen nicht diejenigen vergessen werden, die alles am Laufen gehalten haben. „Wir müssen über Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung reden. Dank und Anerkennung sind nicht kostenfrei“, betonte Zach.