Pressemitteilungen

    ver.di verlagert das Home ins Office

    ver.di verlagert das Home ins Office

    01.04.2021

    Das Recht auf Home-Office wird gerade in Corona-Zeiten stark diskutiert. ver.di Bayern hat dazu nun eine innovative Regelung für die eigenen Beschäftigten gefunden: Statt das Büro in die Wohnzimmer zu verlagern, werden die ver.di-Büros in angenehme Wohnwelten umgewandelt. „Nicht immer nur reden, einfach mal machen“, erklärte dazu die Landesbezirksleiterin von ver.di Bayern, Luise Klemens.

    Es sei organisatorisch viel einfacher, ein Bett in ein Büro zu stellen als eine gesamte technische Ausstattung in eine Wohnung einzubauen, betonte Klemens. Bei manchen Büros werde der Platz zwar nur für ein Schrankbett reichen, „aber Hauptsache eine gute Matratze“, so Klemens.

    Die Verlagerung der Privatwelt ins Büro werde auch atmosphärisch sicher gut ankommen, prophezeite Klemens: „Wir können uns alle gut leiden. Was soll da schiefgehen?“ Und man könne damit auch gleich der Entfremdung der Arbeit durch eine wiederhergestellte Einheit von Leben und Arbeit entgegenwirken. „Marx fände das bestimmt top!“, ist sich Klemens sicher.

    Das Zusammenfügen von Wohnen und Arbeiten hat auch einen sehr positiven ökologischen Aspekt, „weil sich durch die wegfallenden Anfahrtswege auch der CO2-Fußabdruck jedes und jeder Beschäftigten deutlich reduziert“, erklärte Klemens: „Unseren Freunden von Fridays for Future wird das gut gefallen“, so Klemens.

    Natürlich wird bei ver.di auch an die Freizeit gedacht: „Am Wochenende dürfen unsere Beschäftigten aber schon auch mal raus. Das hat sich der Betriebsrat ausdrücklich ausbedungen“, berichtete Klemens: „Und die Wünsche des Betriebsrats erfüllen wir fast immer fast sofort.“