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Postbank: Streiks in Bayern ausgeweitet

Postbank: Streiks in Bayern ausgeweitet

Am Donnerstag, den 23.04., Demonstrationszug zur Abschlusskundgebung am Promenadeplatz 22.04.2015

Zug um Zug werden die Streikaktivitäten bei Postbank und Postfilialbetrieb im Bundesgebiet ausgeweitet. Seit Dienstag, dem 21.04., waren die Beschäftigten im Filialgebiet Oberbayern dem Streikaufruf als erste im bayrischen Raum gefolgt. Im weiteren Verlauf werden ab 22.04. die Filialgebiete Ostbayern sowie München in den Ausstand eintreten. Ab Donnerstag werden auch die Filialen im Gebiet Ingolstadt aufgerufen, sowie ab Freitag, den 24. das Filialgebiet Augsburg. Ebenso legen die Beschäftigten der Postbank Classic und PB Firmenkunden AG ab 23.04. die Arbeit nieder. In ganz Bayern muss mit weiteren Auswirkungen und geschlossenen Filialen gerechnet werden, kündigte Tina Scholze von ver.di Bayern an.

Am Donnerstag, den 23.04., wird es im DGB-Haus München ab 10.00 Uhr eine Streikversammlung geben. Von dort wird ab 12.00 Uhr ein Demonstrationszug zur Abschlusskundgebung vor die Deutsche Bank Filiale am Promenadeplatz ziehen.

Seit Ende März in Berlin ein Spitzengespräch zwischen der ver.di Verhandlungsführung und den Vorständen von Deutscher Bank/Postbank ohne Ergebnis blieb, ist keinerlei Bewegung in die von ver.di für gescheitert erklärten Verhandlungen gekommen. „Die Deutsche Bank hat die Gelegenheit verpasst, ein Zeichen zu setzen, dass sie den Strategiebildungsprozess der Bank gemeinsam mit allen Beschäftigten im Konzern angehen will“, kritisierte Scholze: „Die Kampfbereitschaft ist groß, das werden wir in den nächsten Wochen noch beweisen.“

ver.di fordert für die rund 9.500 Beschäftigten der Postbank Filial-vertrieb AG fünf Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, die Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2020, eine Angleichung der Ausbildungsvergütung auf das Postbankniveau und die Weiterführung der Postbankzulage. Für die rund 2.700 Beschäftigten der Postbank AG, Firmenkunden AG und BHW-Gruppe fordert ver.di einen Vorruhestand mit Rechtsanspruch sowie den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2020.

„Die neuesten Vermutungen über den Verkauf der Postbank lassen die Beschäftigten erst recht nicht mehr ruhig schlafen“, so Tina Scholze. Die Verlängerung des Kündigungsschutzes ist mittlerweile zum Kernthema der aktuellen Tarifrunde geworden. Die Unsicherheit und Angst der Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze ist stark angewachsen.