Flughafen München

Warnstreik bei der Schlepp- und Enteisungsfirma am Flughafen München

Beschäftigte fordern ersten Tarifvertrag
Pressemitteilung vom 18.02.2024

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die rund 170 Beschäftigten der Enteisen und Flugzeugschleppen am Flughafen München GmbH (EFM) am 20.02.2024 von 03:30 Uhr bis 21.02.2024  05:00 Uhr zum Warnstreik auf. Die Beschäftigten kämpfen für ihren ersten Tarifvertrag. Die EFM verweigert Tarifverhandlungen mit ver.di. Es sind Flugausfälle und Verspätungen bei allen Fluggesellschaften in München zu erwarten.  

„Die Geschäftsführung hat uns unmissverständlich mitgeteilt, dass sie sich außer Stande sieht, mit ver.di zu verhandeln. Mit diesem Warnstreik antworten die Beschäftigten auf diese Aussage“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Dennis Dacke.  

ver.di fordert die Anerkennung der einschlägigen Lufthansa Mantel- und Vergütungstarifverträge, für das gesamte EFM-Personal in München. „Ich erlebe begeisterte Beschäftigte, die einen höchst verantwortungsvollen und komplexen Beruf ausüben.  Zeitgleich werden sie von ihrem Arbeitgeber derzeit bitter enttäuscht. Die Aufnahme von Tarifverhandlungen abzuschmettern, entbehrt jedem Anstand gegenüber den Beschäftigten“, betont Dacke weiter.  

Durch den Arbeitskampf kommt es zu massiven Einschränkungen bei allen Passagier- und Frachtairlines, die vom Flughafen München abheben wollen. 

Die EFM als Joint Venture, mit 51-prozentiger Beteiligung der Deutschen Lufthansa AG und 49 Prozent der Flughafen München GmbH, ist der einzige Anbieter für sogenannte Push-Back Leistungen, also dem Zurücksetzen von Flugzeugen aus der Parkposition, sowie zum Schleppen eben jener. Ebenfalls ist die Firma alleinverantwortlich für den Enteisungsprozess von Flugzeugen bei kälteren Temperaturen.  Die Beschäftigten übernehmen bspw. durch Single-Man-Pushbacks oder die Alleinverantwortung beim Triebwerkstart weitaus höhere Verantwortung als vergleichbare Beschäftigte an anderen Flughäfen. Dies gilt es entsprechend wertzuschätzen - dafür kämpfen die Kolleginnen und Kollegen.  

Kontakt für Rückfragen:
Dennis Dacke, Verhandlungsführer, 0171 300 91 54