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Postbank: ver.di weitet Warnstreiks in Bayern aus

Postbank: ver.di weitet Warnstreiks in Bayern aus

03.09.2019

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft für Mittwoch, den 04. September im Zuge der aktuellen Tarifverhandlungen die Beschäftigten der Postbank München und der Postbankfilialen im Großraum München zum Warnstreik auf. „Auch in der zweiten Verhandlungsrunde gab es kein Angebot. Deshalb werden die Warnstreiks nun weiter verstärkt“, erklärte Kevin Voß, Gewerkschaftssekretär des Fachbereichs Finanzdienstleistungen bei ver.di.

Am Streiktag werden die Beschäftigten ab 10:30 Uhr ab dem Eine-Welt-Haus in der Schwanthalerstraße 80 einen Demozug zur Postbankfiliale am Goetheplatz starten, wo um 11 Uhr eine Kundgebung stattfindet.

Die DB Privat- und Firmenkunden AG (Nachfolger der Postbank AG) legte einen prächtigen Jahresabschluss 2018 hin (ca. 1 Mrd. Euro Ge-winn nach Steuern). „Den Gewinn haben die Beschäftigten erwirtschaftet. Also erwarten wir eine angemessene Beteiligung daran. Der Verteilungsspielraum ist schließlich da“, so Voß.

Durch das angekündigte Personalabbauprogramm sei eine weitere Verdichtung der Arbeit zu befürchten, erklärte Voß. Der Druck auf die Beschäftigten in den Filialen und im operativen Bereich sei dabei heute schon immens hoch. „Wir erwarten ein klares Statement der Bank zum Erhalt des Privat- und Firmenkundengeschäfts und zur Wertschätzung der Beschäftigten“, betonte Kevin Voß.

Die ver.di-Forderungen im Überblick:

  • Erhöhung der Gehälter um 7 %, mindestens 200 Euro
  • Wahlmöglichkeit, den Gehaltsabschluss auch in Freizeit umwandeln zu können
  • Erhöhung der Azubivergütungen um 100 Euro auf mind. 1.000 Euro im ersten Ausbildungsjahr und für alle Azubis die An-gleichung auf 30 Tage Urlaub
  • Sechs Gesundheits- und Entlastungstage für ver.di-Mitglieder
  • Anspruch auf Altersteilzeit
  • Anspruch für alle Beschäftigte auf ein 13. Monatsgehalt und
  • weitere spezielle Forderungen für einzelne Teil-Unternehmen

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 09. und 10. September statt. Weitere Streiks im Vorfeld wollte Voß nicht ausschließen.