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Tarifrunde Nahverkehr: Verhandlungen ergebnislos abgebrochen

Tarifrunde Nahverkehr: Verhandlungen ergebnislos abgebrochen

15.06.2018

Nach den Warnstreiks in vielen bayerischen Städten wurden am 15.06.2018 die Tarifverhandlungen wiederaufgenommen. Nach langen Gesprächen gab es zwar ein verbessertes Angebot der Arbeitergeber, das aber keine nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen beinhaltete. „Damit ist klar: Die Warnstreiks im Nahverkehr werden ausgeweitet“, erklärte der Verhandlungsführer von ver.di Bayern, Norbert Flach.

„Die Arbeitgeber haben offenkundig den Ernst der Lage nicht verstanden“, kritisierte Flach. Das Angebot der Arbeitgeber sei nicht ausreichend geeignet, die Attraktivität der Arbeitsplätze im ÖPNV zu steigern.

Kein Angebot gab es insbesondere zu den Forderungen der Beschäftigten nach Entlastung, wie z.B.

  • Einrechnung der Vor- und Abschlussarbeiten in die Arbeitszeit
  • Bonuszahlungen für das „Holen aus dem Frei“
  • Nachtarbeit besser bewerten und entschädigen
  • Erhöhung der Zulagen für geteilte Dienste
  • Freizeitausgleich für Schicht- und Wechselschichtarbeite-rinnen, die dienstplanmäßig an Feiertagen arbeiten müssen
  • Berechnungsgrundlage für Zuschläge erhöhen
  • Überprüfung der Eingruppierungen
  • Erhöhung des Urlaubsanspruches
  • Mehr Freizeit für Verzicht auf Entgelt(erhöhungen)

Die Arbeitgeber haben die Arbeitnehmerseite ultimativ aufgefordert, sich bis zum 19. Juni, 24 Uhr zu diesem Angebot zu erklären. Weitere Verhandlungen mit den Arbeitgebern waren nicht erfolgreich. Die Gespräche wurden deshalb nach dem erfolglosen Versuch, eine Sondierung im kleinen Kreise zu ermöglichen, ergebnislos abgebrochen.

„Eine Tarifeinigung ohne hinreichende Entlastung der Beschäftigten kann es aber mit ver.di nicht geben“, betonte Norbert Flach.