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Streiks in der Druckindustrie werden fortgesetzt

Streiks in der Druckindustrie werden fortgesetzt

19.12.2018

Auch in den letzten Tagen vor Weihnachten setzen die Beschäftigten in der bayerischen Druckindustrie ihren Arbeitskampf fort. Seit Anfang der Woche sind wieder etliche Druckbetriebe, darunter auch Zeitungsdruckereien, im Streik. Nach wie vor geht es um eine Einkommenserhöhung von fünf Prozent für Gewerbliche, Angestellte und Auszubildende und um die Wiederinkraftsetzung des Manteltarifvertrags, der vom Arbeitgeberverband zum Herbst 2018 gekündigt wurde.

Da mittlerweile die Verhandlungen auf Bundesebene ohne Ergebnis beendet wurden, hat ver.di Bayern nun den bayerischen Ar-beitgeberverband Druck (vdmb) zu Verhandlungen auf Länderebene aufgefordert. „Die Forderungen sind dieselben wie auf Bundesebene“, erläuterte Christa Hasenmaile von ver.di Bayern. Ziel sei der Erhalt des Flächentarifvertrags. „Wenn es auf Bundesebene nicht weitergeht - was wir sehr bedauern - dann müssen wir zumindest darum kämpfen, die Fläche Bayern zu tarifieren“, so Hasenmaile.

Mit einer Lohnforderung von fünf Prozent seien zeitgleich auch über 40 sogenannte „OT“-Betriebe (d.h. ohne Tarifbindung) zu Tarifverhandlungen aufgefordert worden. „Diese Betriebe sind zu unterschiedlichen Zeiten aus dem Tarifvertrag geflüchtet, teilweise haben die Beschäftigten deshalb seit Jahren keine Lohnerhöhung bekommen. Gute Gründe also, eine Einkommenserhöhung zu fordern“, betonte Hasenmaile.

Gestreikt haben seit Montag die Beschäftigten bei Pustet in Regensburg, beim Main-Echo in Aschaffenburg, beim Oberbayerischen Volksblatt in Rosenheim, bei der Mittelbayerischen Zeitung in Regensburg, beim Nordbayerischen Kurier in Bayreuth, beim Druckzentrum der Süddeutschen Zeitung und bei Huhtamaki in Ronsberg. „Wir sind vorbereitet und werden den Arbeitskampf im neuen Jahr auf jeden Fall fortsetzen und ausweiten“, erklärte Hasenmaile. Bislang habe der bayerische Arbeitgeberverband der Aufnahme von Verhandlungen noch nicht zugestimmt.