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Öffentlicher Nahverkehr: Mehr als nur Gehalt

Öffentlicher Nahverkehr: Mehr als nur Gehalt

13.06.2018

ver.di Bayern weist den Vorwurf, dass es sich bei den Warnstreiks im ÖPNV um eine „unnötige Zuspitzung“ (so die MVG München) handele, entschieden zurück. „Das bisher vorliegende Angebot lässt nämlich die Frage der Arbeitsbedingungen und Arbeitsentlastung für die Beschäftigten völlig außer Acht und ist deshalb absolut unzureichend“, erklärte der Verhandlungsführer von ver.di Bayern, Norbert Flach.

In der Tarifrunde gehe es nicht nur um die Lohnerhöhung. Es wird auch über den Manteltarifvertrag verhandelt. ver.di hat dazu umfassende Forderungen zur Entlastung des Fahrpersonals gestellt. Auf diese Forderungen sind die bayerischen kommunalen Unternehmen in zwei Verhandlungsrunden aber nicht eingegangen. „Bei diesem Thema sind die kleineren Nahverkehrsbetriebe und auch die Stadtwerke München / MVG die Hardliner“, betonte Flach: „Außer unverbindlichen Erklärungen haben sie dazu bislang kein Angebot vorgelegt.“

Die Entlastung des Fahrpersonals ist dringend nötig, weil die tagtäglichen Belastungen der Bus-, U-Bahn- und Trambahnfahrer ständig zunehmen. Dazu gehört u.a. das steigende Verkehrsaufkommen im Straßenverkehr, die hohen Steigerungsraten bei den Fahrgästen und die unbesetzten Stellen.