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Tarifrunde T-Systems: Ausweitung der Warnstreiks

Tarifrunde T-Systems: Ausweitung der Warnstreiks

11.07.2018

Im Tarifkonflikt bei der T-Systems erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) vor der vierten Verhandlungsrunde am Donnerstag, den 12. Juli 2018 ihren Druck auf das Unternehmen. In Bayern werden die Warnstreiks am Donnerstag auf alle T-Systems Standorte ausgeweitet. Am Mittwoch hatten bereits die Beschäftigten der T-Systems-Standorte in Nordbayern gestreikt.

„Der Unmut der Beschäftigten ist hoch, sie erwarten, dass die Arbeitgeberseite endlich ein einigungsfähiges, faires Angebot vorlegt“, erklärte Hubert Keller, ver.di Betreuer der T-Systems. „Im Vergleich mit anderen IT-Unternehmen und dem Telekom-Konzern gibt es finanziellen Nachholbedarf.“

Die Tarifverhandlungen für die rund 11.000 tarifgebundenen Beschäftigten waren Anfang April in Bonn begonnen worden. In den bisherigen drei Verhandlungsrunden hatte der Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaft ver.di fordert eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Parallel zur laufenden Tarifrunde hat der Arbeitgeber Pläne zur „Neuausrichtung“ des Unternehmens entwickelt. ver.di lehnt diese Pläne vehement ab, weil sie einen Kahlschlag bei den Standorten und einen massiven Arbeitsplatzabbau vorsehen. Weltweit sollen 10.500 Stellen wegfallen. In Deutschland sollen 6000 Arbeitsplätze vernichtet werden.